Brake - Tropische Sonnenuntergänge, Tänzer, die sich tief in die Augen schauen, Freiheit, Unbeschwertheit und ein Schuss Cuba Libre. Die Assoziationen, die der Flamenco des Bremer Quartetts „Don Mendo“ wecken, sind so vielfältig wie die Länder, aus denen die musikalischen Einflüsse stammen. Jetzt zeigten die Musiker um den Gitarristen Tim Schikoré ihr Können im Veranstaltungssaal der Musikschule.

Tim Schikoré, das musikalische Zentrum des Quartetts, verbindet modernen Flamenco mit Einflüssen aus dem Jazz, der Musik aus Lateinamerika und der Klassik und verwebt diese zu einem völlig neuen Klangerlebnis. Zusammen mit dem Percussionisten Peter Sprenger, dem Gitarristen Andreas Stodte und dem Sänger Jose Ribeiro dos Santos spielte Tim Schikoré eigene Kompositionen oder eigene Interpretationen anderer Werke.

Das Fingerspiel von Tim Schikoré, aber auch das von Andreas Stodte und Ribeiro dos Santos war dabei von einer Leichtigkeit geprägt, die ihresgleichen sucht. Wie Tänzer, losgelöst von allen Konventionen, flogen die Finger der Gitarristen über die Saiten. Die einzelnen Melodien schmiegten sich aneinander, entfernten sich und kamen wieder zusammen, stets begleitet von Peter Sprenger an der Cajón.

Rund zwei Stunden dauerte das Konzert, zu dem gut 30 Zuhörer erschienen waren. Von Flamenco bis Fado, vom feurigen Tanzlied bis zu getragenen Balladen voller Sehnsucht: In jeder Note und in jeder Liedzeile steckte Gefühl. Kein Wunder, steht Tim Schikoré doch wie kaum ein anderer für Flamencokunst aus Deutschland.

Abgerundet wurde das Hörprogramm zusätzlich noch durch ein geschmackliches: Das integrative „Bunte Bistro“ servierte in der Pause Wein und hausgemachte Tapas und erweiterte so das Angebot um weitere Sinne.