Hude - Kletterfreizeit, Abenteuerfreizeit, Reiterferien, Naturfreizeit: Wenn die Familie Kassel ihren Urlaub in Hude verbringt, gibt es meistens ein kunterbuntes Programm zu erleben. Seit sechs Jahren geht es für die vier Zwickauer immer in die Jugendherberge am Huder Naturbad.

Aber wieso gerade Hude? „Eigentlich ist das reiner Zufall“, sagt Kathrin Eckardt mit einem Lachen. Sie hätten ursprünglich eine Ferienfreizeit in der Schwäbischen Alb geplant, die kurzfristig abgesagt worden sei. „Da mussten wir uns etwas anderes suchen – viel war in unserer Urlaubszeit nicht mehr übrig“, erinnert sich die 50-Jährige. Schnell sei sie auf das Freizeitprogramm von Kirsten Jensen-Gentsch in der Huder Jugendherberge aufmerksam geworden – der Familienrat entschied: ja. „Und wir haben’s nie bereut“, so Kassel.

Jeden Urlaub entdecken die Sachsen andere Seiten der Region zwischen Oldenburg und Bremen: „Wir finden immer wieder was Neues“, so Kathrin Eckardt. „Es gibt einfach so viele Sachen, die man hier machen kann.“

Aber natürlich habe man auch schon einige Lieblingsorte gefunden, die man immer wieder besuche: das Klosterviertel, das Huder Naturbad und die kleinen Bauernhöfe der Region zum Beispiel. „Ich finde, es gibt keinen Ort, der besonders schön ist“, sagt Sohn Konrad (11). „Hier ist einfach alles wunderschön.“

Den Unterschied zur Heimat am Rande des Erzgebirges mache aber nicht nur die Luft „hier oben“ und die weite Landschaft, sondern auch das Gemüt der Einwohner. „Die Leute sind hier freundlicher“, hat Professor Stephan Kassel festgestellt. „In Sachsen sind alle im Allgemeinen sehr arbeitsam und strebsam – hier sind sie ein bisschen gelassener.“

Für den diesjährigen Urlaub hat die quirlige Familie Glück mit dem Wetter, das war aber nicht jedes Jahr so. „In einem Urlaub hat es die ganze Zeit nur geregnet“, berichtet Kathrin Eckardt. Erlebt hat die Familie trotzdem so einiges: „Da haben wir rausgefunden, dass Fledermäuse auch bei Regen ausfliegen.“ Hude sei eben auch bei schlechtem Wetter schön.

Die Begeisterung für ihren kleinen Urlaubsort merkt man den fröhlichen Zwickauern sofort an. Und gerade diese Fröhlichkeit schätzt auch Jugendherbergsleiterin Kirsten Jensen-Gentsch an ihren Gästen: „Sie gehen offen auf andere zu und sitzen abends beim Stockbrotbacken mit Nachbarn zusammen“, weiß Jensen-Gentsch. „Das ist einfach toll.“