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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Radikale „Victoria“ mit Chancen auf begehrte Lola

18.06.2015

Berlin /Oldenburg Klarer Favorit bei der Verleihung des 65. Deutschen Filmpreises: Mit sieben Nominierungen geht der Echtzeit-Thriller „Victoria“ am Freitagabend ins Lola-Rennen. Experimentell, radikal und atemberaubend spannend – das sind die Attribute von Sebastian Schippers 140 Minuten langem, in einer einzigen Kameraeinstellung gedrehtem Berliner Bankräuber-Film.

Bei der Berlinale musste sich der Überraschungscoup des Festivals noch mit einem Nebenpreis für die beste Kamera begnügen. Das könnte sich bei der glamourösen Lola-Gala im Berliner Palais am Funkturm ändern.

Mit „Elser – Er hätte die Welt verändert“ ist zwar ein weiterer Film siebenmal nominiert. Oliver Hirschbiegels Drama über das Hitler-Attentat fehlt allerdings in der Königskategorie Bester Film. Insgesamt haben sechs Regiearbeiten Chancen auf die Lola für den besten Spielfilm.

Um die Lola für den besten Schauspieler konkurrieren „Elser“-Darsteller Christian Friedel, Frederick Lau aus „Victoria“ und Hanno Koffler („Härte“). Als beste Schauspielerin muss sich „Victoria“-Darstellerin Laia Costa gegen Nina Hoss („Phoenix“) und Katharina Marie Schubert („Ein Geschenk der Götter“) behaupten.

Neben „Victoria“ sind zwei sehr politische Filme für den Hauptpreis nominiert: In Burhan Qurbanis größtenteils in Schwarz-Weiß gedrehtem Drama „Wir sind jung. Wir sind stark.“ geht es um die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992. Giulio Ricciarelli erzählt in seinem bewegenden Film „Im Labyrinth des Schweigens“ die Vorgeschichte der Auschwitz-Prozesse in Frankfurt/Main.

Lola-Chancen hat auch der mit knapp 800 000 Zuschauern ebenfalls erfolgreiche Computerhacker-Thriller „Who am I – Kein System ist sicher“ von Baran bo Odar, mit Tom Schilling und Elyas M’Barek in den Hauptrollen. Weitere Lola-Kandidaten sind die herrlich zynische Unternehmensberater-Satire „Zeit der Kannibalen“ von Johannes Naber und Edward Bergers Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „Jack“ über zwei vernachlässigte Kinder. Auch Til Schweiger kommt zu Lola-Ehren: Er erhält den undotierten Preis für den „besucherstärksten Film des Jahres“. Schweigers Alzheimer-Tragikomödie „Honig im Kopf“ haben knapp sieben Millionen Kinogänger gesehen.

Der Filmpreis ist mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt knapp drei Millionen Euro die höchstdotierte Kulturauszeichnung Deutschlands. Die Gala am Freitag wird um 22.45 Uhr zeitversetzt im ZDF ausgestrahlt.

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