Halen - Für den letzten Schliff an „De geköffte Ehemann“ ist nicht mehr viel Zeit, denn am kommenden Sonntag feiert die Laienspielschar des Musikvereins Halen mit dieser Komödie bereits Premiere. Mit viel Spaß und Freude haben die Laiendarsteller unter der Regie von Maria Oppermann in den vergangenen Wochen das lustige Stück einstudiert.
Der amüsante Vierakter erzählt die Geschichte der Witwe Karin Roßkamp, die sich vom Besuch ihres Schwagers aus Österreich ein Erbe oder zumindest eine erhebliche finanzielle Unterstützung erhofft und dafür einen großen Schwindel inszeniert. Das Stück ist reichlich mit komischen Situationen, Verwechselungen, Tratsch der Nachbarinnen und Verständigungsschwierigkeiten durch die verschiedenen Sprachen und Dialekte gespickt. Wer einen fröhlichen Abend mit viel Spaß und Lachen erleben möchte, sollte sich das Stück unbedingt ansehen.
Witwe Roßkamp (Christa Thien) verfügt nach dem Tode ihres Mannes nur über eine kleine Rente. Um diese etwas aufzubessern, hat sie die Diele ihres Bauernhauses an Gustav Möhlenbrock (Björn Getzlaff) vermietet, der nach Spekulationen an der Börse sein Vermögen verloren hat. Im Dorf gehen natürlich schon bald Gerüchte um, dass Karin ein Verhältnis mit Gustav hat. Diese Gerüchte, die insbesondere von den Nachbarinnen Amanda (Ingrid Otten) und Lilo (Ina Büssing) verbreitet werden, passen Karin natürlich überhaupt nicht. Als sie dann noch erfährt, dass Gustav ohne ihr Wissen noch einem jungen Mann (Benedikt Feldhaus) gegen Bezahlung Unterkunft auf der Diele gewährt, wirft sie beide wütend raus.
Doch kurz bevor die beiden das Haus verlassen wollen, erhält Karin einen Brief von ihrem Schwager Uwe (Marcel Siemers) aus Salzburg, den sie vor mehr als 15 Jahren zuletzt gesehen hat. Dieser ist angeblich nicht mal darüber informiert, dass sein Bruder (Karins verstorbener Mann) gar nicht mehr lebt. Karin wittert eine Erbschaft und überredet Gustav, sich für ein paar Tage als ihren Ehemann auszugeben. Der junge Untermieter, der sich bereits in Karins Tochter Ingrid (Ina Thien) verknallt hat, wird kurzerhand zum Schwiegersohn in spe.
Doch nach Uwes Ankunft entwickelt sich alles ganz anders als geplant. Uwe macht sich auf Kosten von Karin ein paar schöne Tage in Norddeutschland. Nach und nach glaubt sie immer mehr, dass es sich bei dem lieben Verwandten um einen Betrüger handelt. Zu allem Übel gesellt sich auch noch der Türke Nezep Ölsegüt (Jan Büssing), ein Arbeitskollege von Gustav dazu. Gibt es für die verzweifelte Karin am Ende doch noch ein Happy-End? Im Flüsterkasten sitzt Maria Feldhaus.
