RAMSLOH - Die Schüler hatten ein Jahr lang für die Aufführung geprobt. Alle Kostüme und Kulissen entstanden in Eigenarbeit von Schülern und Lehrern.
Von wilhelm Hellmann
RAMSLOH - Großartig! Dieses Prädikat verdiente sich die Musicalaufführung „Der kleine Prinz“ im Schulzentrum Saterland mit Leichtigkeit: Mehr als 400 Zuschauer waren restlos begeistert, was sie auch durch den spontanen Beifall immer wieder lautstark unterstrichen. Sicherlich haben die Schülerinnen und Schülern den Erwachsenen dabei aber auch noch eines mehr gelehrt: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!“„Mit so vielen Besuchern hatten wir jetzt wirklich nicht gerechnet“ gesteht Schulleiter Manfred Broek und freut sich, dass seine freiwilligen Helfer schon weit vor Beginn der Veranstaltung immer noch mehr Stühle in die Aula schleppen, damit auch alle Besucher einen Platz bekommen. Mit den Akteuren freut sich der Schulleiter aber auch darüber, dass es bereits für die Grundschüler der Grundschulen aus dem Saterland zwei sehr gut besuchte Vorstellungen gegeben hat. Auch die Jungen und Mädchen der Grundschulen waren von den Aufführungen „Der kleine Prinz“ mächtig angetan und applaudierten laut und lang anhaltend.
Unter den Besuchern konnte Schulleiter Manfred Broek zur Musicalaufführung auch Saterlands Bürgermeister Hubert Frye in der wunderschönen Aula willkommen heißen. „Ein Jahr lang haben mehr als 100 Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule sowie der Außenstelle des Albertus Magnus Gymnasium jeden Montag freiwillig nach dem Unterricht anderthalb Stunden für diesen Tag geprobt. Das ist aber nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen und das geht nur mit wirklich engagierten Lehrern und Schülern“, hob Broek in seiner Ansprache hervor und dankte den jungen Künstlern und Akteuren für ihr Engagement neben dem normalen Unterricht.
Alle Arbeiten, vom Kulissenbau über den Bühnenbau bis hin zur Fertigung der Kostüme hatten Schüler und Lehrer gemeinsam bewältigt. So wirkten dann auch beim Musical die Theater-AG, der Wahlpflichtkurs „Musical“ der Klassen 9 der Realschule und der Wahlpflichtkurs Musik der Klasse 8, die Arbeitsgemeinschaften „Chor“, Schwarzlichttheater und Tanz mit.
Aber auch hinter der Bühne sorgten Schüler dafür, dass der Ablauf perfekt und minutiös klappte, und für die Technik zeichnete Alois Witte mit den Schülern Dennis Kramer, Henrick Reens und Sascha Völker verantwortlich.
Mit dem Lied „Erwachsene sind sonderbar, das zu beweisen, sind wir angetreten,“ eröffneten die jungen Künstler, unterstützt vom Chor und dem Wahlpflichtkurs „Musical“, einen für alle Besucher unvergesslichen Abend.
In Anlehnung an das Buch von Saint-Exupéry besucht der kleine Prinz in dem Musical verschiedene Planeten. Er trifft auf seiner Reise unter anderem einen König, eine Eitle, einen Geschäftsmann und einen Laternenanzünder und stellt fest, dass Erwachsene doch sonderbar sind.
Er lernt eine Schlange, eine Rose und einen Fuchs kennen. Dadurch, dass er den Fuchs gezähmt hat, wird er einzigartig für ihn. Er wird sein Freund und erkennt, dass man sich mit den Dingen und den Menschen vertraut machen muss.
Denn man sieht nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Herzen. Am Ende des Musicals möchte der kleine Prinz zurück auf seinen Planeten. Er muss sich um seine Rose kümmern und seine Vulkane fegen.
