RAMSLOH - Sieben Ecken wird der Stern haben, der Jugendlichen in Ecuador und Bedürftige in Saterland eine große Freude machen wird. Zu einem Sternmarsch brechen die Schüler des Schulzentrums Saterland am 30. April auf und kommen von sieben Stationen zur Schulstraße zurück. Mit den zehn Kilometern, die sie wandern, sammeln sie Spenden für das Projekt „Musiker ohne Grenzen“ und die Caritas Saterland. „Das ist ein schönes Gemeinschaftserlebnis und es stärkt das soziale Engagement“, freut sich der Realschulrektor Manfred Broek.

Durch die Lehrerin Maria Reiners ist der Kontakt zu dem Projekt „Musiker ohne Grenzen“ zu Stande gekommen. Ihre Tochter Stefanie (25) war mit anderen Studenten der Uni Oldenburg nach Ecuador gereist, um dort Straßenkindern Musikunterricht zu erteilen. „Die Musik soll die Kinder motivieren sich von kriminellen Banden fern zu halten“ erklärt Maria Reiners. Und tatsächlich stärke der Unterricht das Selbstbewusstsein der Straßenkinder.

Die andere Hälfte der Spenden geht an die Caritas im Saterland. Hier gebe es auch Bedürftigkeit, weiß der Lehrer Josef Schwanenberg: „Die Caritas denkt an Menschen, an die sonst keiner denkt.“ Es gibt beispielsweise Besuchsdienste und Unterstützung für Alleinerziehende, Alte und Menschen, die arbeitslos geworden sind.

Die rund 700 Schüler freuen sich natürlich, dass sie an diesem Tag keinen Unterricht haben. Aber auch das Engagement für das Projekt ist groß.

In der Aula haben die „Musiker ohne Grenzen“ von ihrer Reise nach Südamerika berichtet. „Die Schüler hatten viele Fragen. Zum Beispiel, wie die Studenten dort gelebt haben. Und was es zu essen gab“, berichtet Reiners. Die Erzählungen und die Bilder von den Armenvierteln waren für die Kinder und Jugendlichen beeindruckend. Sie sind also motiviert viele Sponsoren in der Familie, bei Freunden oder Nachbarn zu finden. Da kommt es auch schon mal vor, dass der Zettel, auf den acht Sponsoren passen, voll ist und die Schüler einen zweiten brauchen.

Auch 40 Lehrer machen sich mit auf die Wanderung. „Ich such mir auch einen Sponsor“, verspricht Josef Schwanenberg.