Berne - Mit einem schnatternden, gackernden und piepsenden Angebot lockte auch in diesem Jahr wieder der Berner Geflügelmarkt. Rund 100 Tiere gab es in den Käfigen, die der Stedinger Rassegeflügelzüchterverein auf dem Hof Brumund aufgebaut hatte, zu bestaunen oder zu erwerben. Wer seinen Tierbestand aufstocken wollte, musste früh aufstehen. Schon knapp zwei Stunden nach der Eröffnung waren die meisten der zur Verfügung gestellten Verschläge leer, freuten sich der Vorsitzende Sven Wiesner und sein Team über die vielen Besucher.
Seine ganze Familie versorge er mit den Eiern seiner „Rhodeländer“, berichtete Gerold Meyer. Seit den 1960er Jahren kann sich der Hühnerfreund, der als eines der treuesten Mitglieder seit mehr als einem halben Jahrhundert zu den Stedinger Rassegeflügelzüchtern gehört, für diese Hühnerrasse begeistern. Angefangen habe bei ihm die Liebe zur Geflügelzucht mit Tauben. Doch irgendwann sei er umgestiegen, erzählte er.
Gelegenheit zum Schnacken gab es beim 16. Berner Geflügelmarkt reichlich. Während in einer der beiden Scheunen kräftig gehandelt wurde, bot die andere, in der Tags zuvor noch die Hähne um die Wette schrien, mit Bratwurst und Getränken einen trockenen Platz für jede Menge Fachsimpeleien. Die immer wieder niedergehenden Regenschauer machten dieses Beisammensein nur noch gemütlicher.
Am 24. und 25. Oktober steht für die Stedinger Geflügelzüchter übrigens der nächste große Termin an. Dann werden in der Aula der Berner Grundschule zur 63. Geflügelausstellung die Zuchterfolge prämiert.
