RASTEDE - Es ist nicht die Kamera, die für das gute Bild sorgt, es ist das Auge des Fotografen. Das erklärte Heike Theilen, Mitglied des Rasteder Fotoclubs „Blende 8“, bei der Eröffnung der Ausstellung dieses Clubs am Sonntag im Rasteder Palais – und die Bilder, die dort bis zum 2. Mai zu sehen sind, geben ihr Recht. Es sind Arbeiten von Hobbyfotografen, die durchaus schon als professionell zu bezeichnen sind. Und dafür haben sich die 14 Mitglieder auch engagiert.
Sie treffen sich einmal im Monat – an jedem zweiten Dienstag – und bewerten gegenseitig die Bilder zu bestimmten Themen; die Aufgabe dafür wird in der jeweils vorausgehenden Zusammenkunft gestellt. Und die Fotos werden nicht nur kritisch begutachtet, sondern auch in eine Bestenskala eingeordnet, „und da möchte natürlich jeder gerne so oft wie möglich oben stehen“, erklärte Heike Theilen.
In drei Bereiche gliedert sich die Ausstellung im Obergeschoss des Palais. Da geht es einmal um das Thema „Rot - Grün“, zum anderen um Straßen- und Fensterfotografie, alltägliche oder auch nicht selbstverständliche Szenen, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort festgehalten werden. Dafür haben zwei Mitglieder der Gruppe sogar einen Workshop in Frankfurt besucht.
Sind diese Bilder schon sehenswert, setzen Aufnahmen von Marina Gerstner und Norbert Sievers mit der Lochkamera „noch eins drauf“. Sie verwandeln Cola-Dosen oder sogar Filmpatronen in Kameras; durch ein winziges Loch „fällt“ das Motiv auf ein Stück Film, der etwa 30 Sekunden lang belichtet wird. So entstehen faszinierende Fotos im Weitwinkelformat. Das Fotografen-Duo setzt diese Lochkameras auch bei vielen Urlaubsfahrten ein.
Auch Dr. Bernd Meyer, Vorsitzender des Kunst- und Kulturkreises Rastede, lobte die Arbeiten.
Und das sind die Fotografen der Ausstellung: neben Gerstner und Sievers sowie Heike Theilen Christine Heitz, Dirk Wilken-Johannes, Gerold Windels, Marion Rottinghaus, Martin Cordes, Ramona Wilken-Johannes, Rüdiger Dägling, Sybille Pilzen, Torsten Spille, Uwe Schucht und Wilfried Kellner.
Gefördert wird die Ausstellung durch das Palais und durch die Öffentliche Landesbrandkasse.
