RASTEDE/BREMEN - RASTEDE/BREMEN/EH - Manfred Briese aus Esens (Kreis Wittmund) ist auf der Jahresversammlung des Schrieverkrings Weser-Ems als Nachfolger von Fritz Lottmann (Rastede) zum neuen Geschäftsführer gewählt worden.

Der 67-jährige Lottmann hat sich nach über 40-jähriger Tätigkeit aus dieser Funktion zurückgezogen. Bereits in den Nachkriegsjahren hatte er noch unter „Spiekerbaas“ Heinrich Diers mit seiner Arbeit für das Plattdeutsche begonnen. Als Geschäftsführer wirkte er zunächst über drei Jahrzehnte für den Spieker-Heimatbund. Nach Meinungsverschiedenheiten im „Spieker“ engagierte er sich ab 1996 für die Neugründung des Schrieverkrings Weser-Ems und übernahm hier auch die Geschäftsführung.

„Lottmann hat mit seiner Arbeit und mit seinem Einsatz dazu beigetragen, den Schrieverkring zu dem zu machen, was er heute ist: Ein Forum über Regionen und Mundarten hinweg für plattdeutsch schreibende Autoren und Autorinnen“, stellt Schrieverkring-Vorsitzender Carl Scholz (Bremen) fest.

Lottmann, der von der Oldenburgischen Landschaft, der Stadt Oldenburg und dem Land Niedersachsen hohe Auszeichnungen erhielt, will sich nach eigenem Bekunden „auch weiterhin öffentlich einmischen“, wenn er dazu einen Anlass sieht. Für die Oldenburgische Landschaft betreut er weiterhin u.a. den großen plattdeutschen Lesewettbewerb.

Nachfolger Briese kommt von der hochdeutschen Schriftstellerei, schreibt aber seit einer Reihe von Jahren Plattdeutsch. Dem Schrieverkring Weser-Ems gehören etwa 40 Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Alter von 24 bis 90 Jahren aus Norddeutschland an.