RASTEDE - RASTEDE - „Zusammen sind wir stark", betonte Friedegund Reiners, Vorsitzende des Ortsvereins Wahnbek-Ipwege-Ipwegermoor, und dankte den örtlichen Vereinen und Institutionen nicht nur für die Glückwünsche zum 40-jährigen Bestehen ihres Vereins, sondern auch für die Unterstützung. Den runden Geburtstag feierte der Verein am Sonnabend im „Pferdestall" auf Gut Wahnbek, umrahmt von den „Aschhauser Quetschkommoden" und vom vereinseigenen Chor, den „Turmsängern" unter der Leitung von Helge Rowold. Sie hatten eigens für diesen Tag eine von Marianne Ransleben gedichtete „Wahnbeker Hymne" einstudiert: „Jeder lebt hier froh, in Wahnbek und umzu".
Dass dieser Reim seine Gültigkeit hat, ist auch dem Ortsvereins zu verdanken, wie Friedegund Reiners und Klaus Hillen, zweiter Vorsitzender, mit der Chronik unterstrichen. Vor der Gründung gab es in Wahnbek keinen Kindergarten, keinen Friedhof, unzureichenden Wasserdruck und schlechte Straßen.
Mit Erfolg setzte sich der Ortsverein für die Straßenbeleuchtung und für die Oberflächenentwässerung ein, verfolgte kritisch den Autobahnbau, sorgte sich wegen der Funkstrahlen vom Fernmeldeturm, initiierte die eindrucksvollen Gedenkfeiern am Ehrenhain. In die Diskussion um die Ansiedlung eines Schweinemaststalles („Der Kelch ging an uns vorüber") mischte er sich ein, für die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes auf dem neuen Dorfplatz machte er sich stark. Dass Wahnbek über die Region hinaus bekannt wurde, ist der Turmillumination zu verdanken; Hans-Hermann Hayen und sein Team funktionieren seit 1999 in jedem Advent den 140 Meter hohen Fernmeldeturm zu einem riesigen Adventskranz um.
Unvergessen sind die zahlreichen Veranstaltungen des Vereins, darunter die Seifenkistenrennen, die Theateraufführungen der heute von Klaus Hillen geleiteten Speelkoppel vor stets vollem Haus, ein Drachenfest, die Dorffeste mit Umzug oder der Vortrag des Astronauten Thomas Reiter aus Rastede (heute mit der Raumstation ISS im All), der 1998 über seine Mission als Kosmonaut auf der „Mir" berichtete – der Saal fasste die Zuhörer nicht, die bis hinaus auf der Straße standen.
Bilder von einst und heute sowie ein Sketch der Speelkoppel rundeten die Feier ab, in der Friedegund Reiners und Klaus Hillen mit Ulrich Hoff, Dirk Klockgether und Günther Hilljegerdes sowie dem ehemaligen ersten Vorsitzenden Peter Iven auch „Männer der ersten Stunde" ehrten.
