RASTEDE - Gesund essen und damit Gutes tun: Das ist die Grundidee hinter einem Kochbuch mit nachhaltigen Gerichten, das fünf Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) im Zuge einer Projektarbeit zusammengestellt haben.
Inzwischen ist die Rezeptsammlung gedruckt und kann zum Preis von 8,50 Euro an verschiedenen Stellen gekauft werden. „Der Erlös fließt komplett an die Organisation Brot für die Welt“, berichtet Friederike Henoch (20) aus Rastede. Sie verfasste das Kochbuch mit Nele Vollmar (20) aus Hude sowie Sandra Dehnert, Dennis Kromberg und Christopher Vogel, der sein FÖJ beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Brake versah. Den Druck der ersten Auflage mit 500 Exemplaren finanzierten sie über Sponsoren.
„Ich finde das Marzipan Tirami Su sehr lecker“, erzählt Friederike Henoch, die wie ihre Projektpartner zum Wintersemester ein Studium aufnehmen wird. Quinoa, eine Getreideart aus Peru, empfiehlt derweil Nele Vollmar. „Es ist eine der Hauptnahrungsquellen der peruanischen Bauern und mit Reis oder Hirse vergleichbar“, sagt sie.
Fast ausschließlich vegetarische Gerichte finden sich in dem 80-seitigen Kochbuch. „Dafür haben wir uns bewusst entschieden, weil es nachhaltig ist, wenig Fleisch zu essen und wenn doch, sich dann für Fleisch aus ökologischer Haltung zu entscheiden“, erklärt Nele Vollmar. Rund 50 Rezepte haben die Fünf zusammengetragen. Sortiert sind sie in die Kategorien „Vorspeisen und Beilagen“, „Hauptgerichte“, „Aufstriche“, „Nachspeisen“, „Herzhafte Backwaren“ sowie „Süße Backwaren und Teilchen“.
Darüber hinaus arbeiteten die jungen Leute einen umfangreichen Info-Teil aus, der sich unter anderem mit Bio, Fair Trade, Vegetarismus, Veganismus und Energiesparpotenzialen in der Küche beschäftigt. Zudem stellten sie einen Saisonkalender zusammen. „Wir haben alle Zutaten aufgenommen, die in dem Kochbuch verwendet werden und zeigen, wann welche Zutaten regulär vorkommen und wann sie zum Beispiel aus beheizten Gewächshäusern stammen“, erläutert Friederike Henoch.
Doch nicht nur die Rezepte sind nachhaltig: „Das Buch wurde von einer Umweltdruckerei mit Umweltfarben auf Umweltpapier gedruckt“, sagt Nele Vollmar. Etwa 300 Exemplare haben die FÖJ-Absolventen bereits verkauft. „Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen“, berichtet die Huderin.
In Rastede ist das Kochbuch unter anderem im Bioladen Steenken, bei Schreibwaren Renken, bei Hobbensiefken, im Schlosscafé und im Eine-Welt-Laden erhältlich. In Hude verkauft Brass & More das nachhaltige Kochbuch. Auch in Brake und im Umweltzentrum Hollen kann es erworben werden.
