RASTEDE - Gesund, schmackhaft und aus fair gehandelten Biozutaten – so stellen sich Sandra Dehnert, Dennis Kromberg, Christopher Vogel, Nele Vollmar und Friederike Henoch das ideale Menü vor. Und natürlich soll es – ein entsprechendes Rezept vorausgesetzt – nachkochbar sein. Und um alle ihre Vorstellungen umzusetzen, haben die vier 19- und 20-Jährigen nun ein Kochbuch entwickelt, in dem jeder von ihnen seine Lieblingsrezepte unterbringen durfte – rund 50 kamen so zusammen.
Entstanden ist die Idee aus einer Projektarbeit heraus, die die Fünf bei einem Seminar für Absolventen des Freiwilligen Ökologischen (FÖJ) Jahres anfertigen mussten. Eigentlich arbeiten alle über das Oldenburger Land verstreut in verschiedenen Institutionen. Im Elternhaus von Friederike Henoch, die ihr FÖJ gerade auf einem Demeter-Hof bei Langförden (Kreis Vechta) ableistet und aus Rastede stammt, traf sich die Gruppe nun für die letzten Arbeiten an ihrem Buch.
Auf eine eher theoretische Einleitung mit Anmerkungen zu Biokost, Fair-Trade-Waren, regionalen und saisonalen Zutaten folgen Rezepte wie „Zaubertrank-Lasagne“, Piroggen nach einem Familienrezept oder Giersch-Sauce. „Viele Leute sehen in Giersch nur Unkraut“, sagt Friederike. „Dabei lässt er sich verarbeiten wie Spinat.“
„Ich denke, es ist eine Fehlhaltung, wenn man sich in unserem Alter noch nicht für Ernährung interessiert“, kommentiert Christopher die verbreitete Fast-Food-Mentalität junger Erwachsener. „Wir wollen nicht belehren, aber Impulse geben, über bewusste Ernährung nachzudenken“, ergänzt Dennis.
Im letzten Schritt ihres Projekts geht es für die fünf FÖJler nun um die praktische Umsetzung ihres Vorhabens – und dazu brauchen sie vor allem eines: Geld. „Es wäre toll, wenn sich ein Sponsor fände, der die Druckkosten übernimmt“, sagt Friederike. Denn mit dem Erlös aus dem Verkauf möchten die Fünf nicht die Herstellungskosten decken: Er soll in ein Projekt von „Brot für die Welt“ fließen, das sich mit Ernährung oder Klimaschutz beschäftigt.
Mit 1400 Euro würde der Druck bei 500 Exemplaren des 80-seitigen Hefts zu Buche schlagen. Gedruckt werden soll – das ist den Jungautoren wichtig – mit Biofarben und auf Recycling-Papier. „Mögliche Sponsoren dürfen natürlich gerne ihr Firmenlogo platzieren“, kündigt Christopher an. Zu erreichen ist die Gruppe unter Telefon 04402/43 18 oder per E-Mail (friederike_henoch@ewetel.net).
