RASTEDE - „Haben Sie schon mal ein fremdes Tagebuch gelesen, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen?“ oder „Sind Sie heimlich in den Sänger Roy Sanders verliebt?“: Solchen und anderen unangenehmen und zum Teil auch sehr pikanten Fragen hat sich die Rastederin Rena Marie Urban gestellt. Aber nicht im Freundeskreis bei einem gemütlichen Spieleabend, sondern bei der Fernsehsendung „Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“. Und die wurde am Montagabend auf dem Privatsender RTL II ausgestrahlt.
Das Prinzip der Sendung ist ganz einfach: Ein Kandidat muss die Fragen von Moderator Christoph Bauer wahrheitsgemäß beantworten. Tut er das, gewinnt er Geld, tut er das nicht, verliert er alles wieder. Ob er die Wahrheit sagt oder lügt wird schon vor der Sendung bei mehreren Castings überprüft. Bei einem Lügendetektortest musste auch die gelernte Verwaltungsangestellte aus Rastede 100 Fragen beantworten. Lügen war da zwar noch erlaubt, der Detektor verriet es aber sofort.
Anders war das dann bei der Aufzeichnung im Juli. 18 Fragen beantwortet Rena Marie Urban, ohne zu lügen, dann verabschiedete sie sich mit 10 000 Euro. „Ich habe die Fragen einfach aus dem Bauch heraus beantwortet“, erzählt die 57-Jährige. Richtig unangenehm war ihr nur die nach der heimlichen Liebe. Gestellt wurde die Frage nämlich von Roy Sanders selbst. Der Sänger ist nicht nur ein guter Freund der Rastederin, sie ist auch noch seine Managerin. Und zusammen mit Urbans Bekanntem Peter, Sohn Stephan und Freundin Gabi war er zur Unterstützung mit zur Aufzeichnung gekommen – und auch, weil es die Spielregeln der Sendung so verlangen.
Sanders war es auch, der Urban überredete, überhaupt bei der Sendung mitzumachen. Immer wieder rief die Produktionsfirma nämlich bei der Rastederin an, nachdem sie sie bei der ARD-Dating-Sendung „Ich weiß, wer gut für dich ist“ gesehen hatten.
„Blamieren kannst du dich da schon, aber da stehst du doch drüber“, sagte Sander, der bei der Sendung auch schon Kandidat war, damals. Und das tut Urban auch. Mitmachen würde sie trotzdem nicht noch einmal. „Das möchte ich den Menschen nicht wieder antun“, sagt sie. Lieber würde sie da in einem Liebesfilm oder einer Serie mitspielen.
