RASTEDE - Wer nicht dabei war, hat etwas versäumt – und sollte sich schon jetzt den nächsten Termin für das Festival „Mit Musik, Show, Tanz und Spaß in den europäischen Frühling“ merken: 27. März 2010. Doch zunächst klingt das diesjährige Festival bestens nach, das am Sonnabend in der Mehrzweckhalle an der Feldbreite zweimal das Publikum begeisterte. Erst am Nachmittag, dann noch einmal am Abend sorgte das Rasteder Drum Corps „Blue Lions“ mit seinen Gästen für Stimmung.

Bereits seit Mittwoch liefen die Vorbereitungen, um die Halle mit Technik und Dekoration auszuschmücken, um die Glaskuppeln auf der Hallendecke zu verdunkeln, um die Cafeteria einzudecken.

Und schon vor Monaten waren die Akteure eingeladen worden. Und es waren Gruppen, die für ein abwechslungsreiches Programm sorgten. Der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen, weit über die Region hinaus bekannt, heizte zuerst dem Publikum ein, bevor die Standard-Formation des TCH Oldenburg vom Walzer bis zum Quickstepp sein Können zeigte; das ist inzwischen fast schon bundesligareif – die Tänzerinnen und Tänzer stehen auf Rang 3 der zweiten Liga.

Die Show- und Brassband Heikendorf hat schon bei den verschiedensten Wettbewerben Titel errungen – auch bei den Internationalen Rasteder Musiktagen. Fast schon akrobatisch waren die Leistungen der „Wackeltenöre“, die in Rastede das Publikum „in den Frühling schaukelten“.

Aus dem unterfränkischen Hausen brachte die dortige Blaskapelle bayerische Klänge in den Norden, bevor die Latein-Formation des TCH über das Parkett wirbelte. Die Showband „Black Panthers“ aus Osnabrück brachte einen Hauch Amerika in die Halle, die Stage Akademie Oldenburg mit ihrer „Filiale“ Rastede ließ Musical-Melodien erklingen. Der Gastgeber selbst überraschte gleich mehrfach: mit den jüngsten Spielern, die bestens integriert und kein bisschen publikumsscheu waren, mit ihrem eigenen Sound in Richtung Big Band und ihrem musikalischen Leiter Michael Heinlein: Der führte nicht nur charmant durch das Programm, sondern begeisterte auch als Sänger – mit dem legendären „Music was my first love“.

Das schließlich hielt auch den „Fanclub“ namens „Martha“ (Martina Stellmann) nicht mehr auf den Sitzen er mischte sich unter die Akteure. Dazwischen stand am Schluss auch Jann Aden: Er nahm eine Spende für die „Speisekammer“ entgegen.

Mit dem „Rastede-Lied“, gesungen von den „Plattsingers van’n Möhlenhoff“ endete die gelungene Veranstaltung.

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