RASTEDE - Die Kamera hat Günter Tabken noch gar nicht so lange. Erst vor einem Jahr hat er angefangen, zu fotografieren – als seine Frau mit einem Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus lag und ihm zu Hause „die Decke auf den Kopf fiel“. Da hat sich der 71-jährige frühere Konstruktionsleiter einer Maschinenfabrik eine Aufgabe gesucht und gefunden: „Rastede fotografieren“, hat er sich in den Kopf gesetzt. Die Kamera, ein relativ einfaches Taschenmodell, hat er im Internet ersteigert und ist dann bei jedem passenden Wetter durch die Gemeinde gefahren.

Tausende von Fotos sind dabei auf der Festplatte seines Computers gelandet, 500 fielen in die engere Wahl, 240 schließlich hat er am Bildschirm bearbeitet und ihnen Druckreife gegeben – denn alleine bei den Fotos sollte es nicht bleiben: Günter Tabken hat sie in einem Buch zusammengefasst, das rechtzeitig zum Rasteder Jubiläumsjahr 2009 – dann wird der Residenzort 950 Jahre alt – auf dem Markt ist. Am 12. November um 16.30 Uhr wird das Buch in der OLB (sie fördert das Projekt) offiziell vorgestellt.

Einen Vorgeschmack gibt es bereits jetzt in einer Ausstellung, die Tabken und Filialleiter Stefan Dierking jetzt in der Filiale an der Oldenburger Straße eröffneten.

Die Bilder zeigen Rasteder Impressionen – Gebäude und Landschaften, die gerade den Einheimischen nur allzu gut bekannt sind, aber gerade deswegen so selbstverständlich erscheinen, dass sie vielfach zu wenig beachtet werden. Mit dem Bildband werden die „Rasteder Perlen“ auf neue Weise in den Blickpunkt gerückt.

Der erste Band wird jetzt gedruckt, der zweite ist in Arbeit, und der dritte bereits „im Kopf“, wie Tabken erklärt.