RASTEDE - Die Umwelt hat sie schon immer interessiert: „Weil gerade die Jugend in der Pflicht steht, den künftigen Generationen eine intakte Umwelt zu hinterlassen“, betont Maike Suhr. Deswegen hat sich die heute 19jährige Schülerin der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede bereits vor drei Jahren der Organisation angeschlossen, die ihrer Meinung nach diese Ziele besonders eindrucksvoll verfolgt, nämlich „Greenpeace“, die in Oldenburg eine eigene Jugendgruppe unterhält. „Und das ist“, so Maike, „eine tolle Gemeinschaft“.
Zu den „Aktivisten“ zählt diese Gruppe nicht, „als Jugendliche nehmen wir nicht an illegalen Aktionen teil“. Und so war es für sie auch völlig legal, sich für die Demonstation während des Weltklimagipfels in Kopenhagen zu bewerben. Die Chance, daran teilzunehmen, war nicht allzu groß. Nur fünf junge Leute aus Deutschland erhielten die Fahrkarte – wer mitfahren wollte, musste mindestens 18 Jahre alt sein und bereits in vorbereitenden Konferenzen mitgewirkt haben, schildert Maike das Verfahren.
Und weil sie nicht nur alt genug war, sondern sich auch im Vorfeld engagiert hatte, konnte sie schließlich für zehn Tage nach Dänemark reisen.
Dort traf sie auf junge Leute aus den verschiedensten Nationen. An zentralen Punkten in Kopenhagen demonstrierten sie unter dem Motto „Our climat, our future – your decision“, auf deutsch: „Unser Klima, unsere Zukunft – eure Entscheidung“. Sie sprachen mit Passanten, besuchten verschiedene Botschaften, wobei die jungen Leute mit den jeweiligen Botschaftsangehörigen ihres Landes sprachen. „Wir wurden sehr ernst genommen“, stellte die Rastederin fest, „unsere Forderungen wurden an die Teilnehmer der Konferenz weitergeleitet“. Eine Demonstration mit Trommeln gehörte weiter zum Programm, ebenso der Besuch des Greenpeace-Schiffes „Arctic Sunrise“.
„Insgesamt ein einmaliges Erlebnis“, resümiert Maike Suhr, die mit den anderen jungen Leuten in einer Jugendherberge übernachtet hat. Beeindruckt hat sie „die positive Einstellung der Leute uns gegenüber auf den Straßen“. Unvergessen bleibt für sie das Zusammentreffen „mit so vielen Leuten, die den gleichen Traum haben“.
