RASTEDE - Anfang 2005 trat Dr. Uta Andree ihren seelsorgerischen Dienst in Rastede an. Nach fast vier Jahren verlässt die Pastorin die Gemeinde, um beim Kirchenamt der Evangelischen Kirche (EKD) in Hannover das Amt einer Oberkirchenrätin zu bekleiden. Hier wird sie das Referat Lateinamerika und Karibik übernehmen, das ihr nach mehreren Auslandsaufenthalten und -einsätzen auch besonders liegt.
Am 9. November findet der Abschiedsgottesdienst in der St. Ulrichs-Kirche statt – und der Abschied wird der Gemeinde denn auch schwer fallen. Die junge Pastorin engagierte sich in vielfältiger Weise in Rastede, brachte neue Ideen ein und überzeugte in den Gottesdiensten und den Amtshandlungen. Und auch Uta Andree wird ihrer Gemeinde nachtrauern: „In Rastede kommt Kirche im Ort vor, die Vereine binden die Kirche in ihre Veranstaltungen ein, auch zwischen kommunalen Kindergärten und der Kirche gibt es eine gute Zusammenarbeit – das ist nicht selbstverständlich“.
Die fünfte Pfarrstelle, die die Pastorin mit einer 75-Prozent-Stelle ausgefüllt hatte, wird nicht wieder besetzt. Eigentlich gibt es diese Stelle schon seit mehreren Jahren nicht mehr – der Oberkirchenrat in Oldenburg hatte sie aus Entgegenkommen dennoch besetzt. Künftig werden sich die vier Pastoren Michael Kusch und Friedrich Henoch (Rastede), Heiko Behrens (Wahnbek) und Bernhard Appelstiel (Lehmden) die Kirchengemeinde mit ihren 13 011 „Seelen“ teilen.
In einer Gemeindeversammlung am 24. September um 19 Uhr im Gemeindehaus soll darüber informiert werden.
Die Reduzierung der Pfarrstellen allgemein hängt, so die Pastorin, mit der sinkenden Zahl der Gemeindemitglieder zusammen. „Viele Eltern bringen ihre Kinder nicht mehr zur Taufe“, bedauert sie.
