Rastede - „Natürlich ist es dieses Mal etwas ganz anderes. Unsere Show ist kein geschlossenes Stück in sich, sondern eine Aneinanderreihung von Sequenzen mit unterschiedlichsten Inhalten wie Musik, Spiel, Video und Unterhaltung.“ Wenn Jugenddiakon Markus Kohring über das neue Projekt seiner Gruppe – „alive“ – spricht, kommt er ins Schwärmen.
Wie viele Zuschauer übrigens, die am Freitag und Samstag die rund 60 teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der neuen Aula der KGS auf der Bühne sahen. „Houston, wir haben ein Problem“ hieß das Motto der Late-Night-Show. Natürlich fehlten dabei weder die Studioband noch das Moderatorenteam. Und natürlich gehörte auch Werbung dazu, die das Programm oft unterbrach. Sehr bewusst wollte man damit vermitteln, dass bei vielen TV-Sendungen mehr Werbung als Inhalt zu sehen ist.
Die jungen Darsteller, die auf der Bühne standen, sind zwischen 13 bis 18 Jahre alt, einige von ihnen sind im Erwachsenenalter. Vor vier Jahren hatte Jugenddiakon Markus Kohring das Projekt ins Leben gerufen. „Damals haben wir mit gut zehn Teilnehmern begonnen. Jetzt sind wir bereits um die 60“, sagt er stolz. Zu denen, die von Anfang an dabei sind, gehört Maart Wilken aus Nethen. Der 17-Jährige ist sehr am Drehen von Videos interessiert. Bei „alive“ könne er diese Leidenschaft voll ausleben.
Während der Late-Night-Show gab es immer wieder kleine Videosequenzen, dazu zum Ende der Show einen gut zehnminütigen Kurzfilm. Um die 20 Personen waren letzten Endes hier eingebunden, ob vor oder hinter der Kamera. „Die Drehbücher wurden von uns geschrieben und auch umgesetzt“, so Maart Wilken. Um den Kurzfilm fertigstellen zu können, wurden gut neun Monate Arbeit investiert.
„Es ist doch recht anstrengend und stressig“, beschreibt der 17-Jährige seine Arbeit. Am Freitag – wenige Stunden vor der Aufführung – erfolgte der Feinschliff. „Ich denke, dass sich unsere Arbeit sehen lassen kann. Der ganze Aufwand hat sich schließlich gelohnt.“ Das Publikum sparte zumindest nicht mit Beifall.
Ein gutes Jahr arbeiteten die jungen Menschen vom Projekt „alive“ an ihrem Auftritt. Was Markus Kohring besonders hervorhebt, ist der Umstand, dass die Teilnehmer nicht nur aus der kirchlichen Jugendarbeit kommen. „Viele bringen Freunde und Bekannte mit, die einfach Lust haben, hier mitzumachen.“ Und es wird darauf geachtet, dass die Teilnehmer ihre Ideen selbst entwickeln und umsetzen. „Ich gebe hier nichts vor. Die Gruppe selbst erarbeitet die Inhalte.“
Bei den Besuchern kamen die Show und die Werbesequenzen sehr gut an. Durch Parodie und Satire haben die Darsteller auf der Bühne gezeigt, dass Werbung manchmal ganz schön lächerlich sein kann.
