Rastede - Leuchtende Farbigkeit und Glanz, Dynamik und Harmonie: Für die Arbeiten der Künstlerin Anka Kröhnke sind sie wesentlich. Und damit sie bei ihrer ersten Ausstellung im Palais Rastede, die an diesem Sonntag eröffnet wird (siehe Infokasten), auch zur Geltung kommen, wird erstmals ein Raum bewusst abgedunkelt und mit UV-Licht bestrahlt. „Bei lichtempfindlichen Arbeiten haben wir in der Vergangenheit auch schon mal Bereiche abgedunkelt. Dass wir das bewusst für bestimmte Arbeiten machen, daran kann ich mich aber nicht erinnern“, sagt Palais-Leiterin Dr. Claudia Thoben beim Presserundgang durch die neue Ausstellung.

Auf einen Blick

Die Ausstellung „Collagen & Montagen“ mit Arbeiten der Künstlerin Anka Kröhnke wird im Palais Rastede, Feldbreite 23, an diesem Sonntag, 3. Juni, um 11.15 Uhr offiziell eröffnet. Der Kunstkritiker und Kulturjournalist Dr. Rainer Beßling aus Syke wird in die Arbeiten einführen. Den musikalischen Rahmen der Vernissage gestaltet Simon Brauer am Klavier.

Bis zum 22. Juli können die Arbeiten der Künstlerin Anka Kröhnke im Palais besichtigt werden. Geöffnet ist mittwochs bis freitags sowie sonntags jeweils in der Zeit von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene vier Euro.

Die Textilkünstlerin Anka Kröhnke, die in Kühlungsborn lebt und dort ein Atelier und ein Museum betreibt, erweiterte bereits ab Mitte der 1980er Jahre den Fundus ihrer Materialien um Dinge, die sonst wohl im Müll gelandet wären. Aus Aluminium und Kunststoff entwickelt die Künstlerin überraschend Neues. So schneidet sie etwa Getränkedosen oder CDs in Streifen und komponiert daraus Flechtwerke vorwiegend im quadratischen und runden Format.

„Es handelt sich um sehr farbenfrohe Arbeiten, die durch ihre Farbverläufe und Kontraste bestechen“, sagt Claudia Thoben. Im Vergleich zu den Arbeiten der Holzbildhauer, die zuletzt im Palais gezeigt wurden, werde in dieser neuen Ausstellung eine völlig andere, außergewöhnliche Technik eingesetzt.

In ihre Arbeiten lässt die in Berlin geborene Künstlerin zudem Assoziationen zur Natur und zu den Jahreszeiten einfließen. Eines ihrer Werke mit dem Titel „Hunde im Garten“ lebt zum Beispiel vom leuchtenden Grün eines frühlingshaften Gartens. Um dies darzustellen, nutzte Anka Kröhnke grüngefärbte Getränkedosen, die sie zerschnitt, und das Logo der australischen Getränkemarke „Two Dogs“.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede