Rastede - Opulent, quietschbunt und erfrischend anders: So präsentiert sich die neue Ausstellung „believe in miracles“ im Palais Rastede (siehe Infokasten). Am Donnerstag begannen die ehrenamtlichen Helfer des Kunst- und Kulturkreises damit, die überwiegend sehr großformatigen Arbeiten des Künstlers Ulrik Happy Dannenberg aufzuhängen. Eine echte Herausforderung.

„In seinem Atelier sahen die nicht so groß aus“, musste auch Palais-Leiterin Dr. Claudia Thoben staunen. „Das Schöne ist, dass wir die nötige Höhe haben“, meinte sie mit Blick auf die zum Teil an die wohl drei Meter hohen Arbeiten.

Vernissage dieses Mal erst um 19 Uhr

Die Ausstellung „believe in miracles“ mit Arbeiten von Ulrik Happy Dannenberg wird am Sonntag, 5. August, um 19 Uhr im Palais Rastede, Feldbreite 23, eröffnet. Nach der Begrüßung durch Palais-Leiterin Dr. Claudia Thoben führt der Bremer Kunsthistoriker Dr. Frank Laukötter in die Arbeiten ein. Anschließend können die Gäste der Vernissage einen launigen Sommerabend bei Jazz-Musik genießen. Dazu spielt das Oli Poppe Trio auf.

Bis zum 30. September kann die Ausstellung im Palais besucht werden. Geöffnet ist mittwochs bis freitags sowie sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro.

Begleitprogramm: Zur Ausstellung bietet der Kunst- und Kulturkreis am Samstag, 25. August, eine Kunstwerkstatt für Neun- bis Zwölfjährige an. Das Thema lautet „Wir basteln Lollis“. Anmeldungen sind möglich unter t 0 44 02/ 8 15 52.

Helden und Antihelden der Popkultur finden sich in den Motiven wieder, darunter Superman, Popeye oder Lucky Luke. Eine Nähe zur Pop-Art, zu Damian Hirst oder Jeff Koons sei offensichtlich, stellte Claudia Thoben fest.

Das Faszinierende an den Arbeiten: „Man wird in seine Kindheit zurückversetzt“, sagte die Palais-Leiterin. Das liegt zum einen wohl daran, dass in die Arbeiten Lego-Steine oder Playmobil-Figuren eingearbeitet sind, zum anderen aber auch an den Gefühlen, die beim Betrachten geweckt werden.

So geht es denn vor allem um das Auskosten der Vorfreude – etwas, das in unserer heutigen Konsumgesellschaft verloren zu gehen droht. „Als Kind hatte man vielleicht zwei Mark und schlich ewig um das Süßigkeitenregal, bevor man sich für etwas entschied“, sagte Claudia Thoben.

In der Ausstellung von Ulrik Happy Dannenberg sind Süßigkeiten das Hauptmotiv, allerdings in nachgebildeter Form und in Kunstharz gegossen. „Normalerweise möchte man da zugreifen, was hier verhindert wird“, erklärt die Palais-Leiterin. So bleibt es bei der Vorfreude, auch auf eine erfrischend andere Ausstellung.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede