RASTEDE - „Der Kunstpreis der Gemeinde Rastede sucht nicht nach der Gunst des Publikums durch große Namen, nicht nach einer überregionalen Akzeptanz durch spektakuläres Auftreten, sondern der Preis möchte in bestmöglicher Weise dort Hilfestellung leisten, wo es am nötigsten ist: bei der Entfaltung eines noch nicht zur vollständigen künstlerischen Talentes, das den Kriterien der Qualität in ganzem Umfang genügt“, beschrieb Prof. Dr. Bernd Küster, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, diese Auszeichnung.

Am Sonntag wurde sie im Rasteder Palais an einen jungen Künstler verliehen, dessen zeichnerische Qualität „hier zur wahren Meisterschaft erwacht ist“: Eiko Borcherding aus Hamburg. In Hannover und Hamburg hat er studiert, 2005 bei einem Wettbewerb „Kunst am Bau“ der Universität Hamburg den ersten Preis gewonnen, in diesem Jahr erhielt er ein Künstlerstipendiat in Schweden.

Seine großformatigen Bleistift- und Farbstiftzeichnungen zeigen einen mit Wolken überladenen Himmel, während sich die Landschaft als schmaler Streifen am Horizont darstellt.

„Vom Himmel auf Erden“: zu diesem Thema waren 118 Arbeiten eingereicht worden. Bürgermeister Dieter Decker gratulierte den Preisträgern, darunter auch Mareike Johanna Sophie Henken und Alexander Scholl, beide aus Rastede, die sich den mit 500 Euro dotierten Jugendkulturpreis teilen.

5000 Euro erhält der Hamburger Künstler. Der Kunstpreis, so Decker, sei aber nicht nur finanziell reizvoll, er bedeute auch Anschub und Motivation für die weitere Arbeit.

Ein ausdrückliches Lob gab es für die Mitfavoriten um den Hauptpreis, Anne Dück-von-Essen für ihre drei Arbeiten „Sehnsucht nach Transzendenz“ sowie Helga Neuber für ihr „Wolkenkuckucksheim“. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Maike Suhr am Klavier.

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