RASTEDE - Zu einer „Sechs-Band-Meile“ verwandelte sich Rastede am Wochenende. Sechs Gruppen mit den unterschiedlichsten Musikrichtungen beteiligten sich in sechs Lokalen an der Musik-Gastro-Nacht „Rastede Live“.
Während das Duo Migenda im Restaurant Athen Songs der 1960er und 70er-Jahre neu aufleben ließ, sorgte das Trio Supernova mit Sängerin Maja in der Pizzeria Sasso für beste Stimmung. Sie sang Hits aus den 80ern und einige Pop-Balladen.
Traditionellen Folk präsentierte das Duo Pangea in der Kneipe Kuhstall, während in der Brasserie die Country-Gruppe Honky Tom & The Copycatz aufspielte. Reggae und Samba-Klänge gab es im Santa Lucia auf die Ohren: Hier trat das Trio Tropics auf. Die größten Party-Kracher und die neuesten Hits spielte und sang im Bistro am Bahnhof die vierköpfige Band Real Spirit.
Die Live-Bands lockten nicht nur einheimische Musikbegeisterte in die verschiedenen Lokale. Zu den Musikfans gehörte auch Wolfgang Winkler aus Westerstede. Er hatte durch Freunde von „Rastede-Live“ erfahren. Als erste Gruppe hatte er sich Pangea im Kuhstall angehört. Hier war es aber zeitweise so voll, dass einige Besucher vor der Tür ausharren mussten, um zumindest die Musik hören zu können.
Ein richtiger „Rastede-Live“-Fan ist Katja Klees-Hizken aus Hahn-Lehmden geworden. Sie war an diesem Wochenende zum vierten Mal dabei. „Das Schönste ist dabei, alte Bekannte wieder zu treffen“, sagte sie. Mit ihrer Clique wollte sie „einmal die Runde drehen“ und dabei auch den Shuttle-Bus nutzen, der die Musikfreunde kostenlos zu den einzelnen Stationen fuhr.
Bedauerlich fanden es einige Besucher, dass an diesem Abend nur noch sechs Bands für Musik sorgten. Bei den ersten „Rastede-Live“-Veranstaltungen waren es noch acht gewesen. Das tat aber der guten Stimmung insgesamt keinen Abbruch.
Das Event kam aber nicht nur bei den Musikfans sehr gut an. Guido Sasso, Inhaber der Pizzeria Sasso, stellt sein Lokal seit Beginn der „Band-Meile“ zur Verfügung. Für seine Pizzeria ist der Live-Auftritt von Gruppen „etwas Einmaliges im Jahr“, was er nicht mehr aufgeben möchte. In diesem Jahr hatte er darauf bestanden, dass bei ihm die Band Supernova auftritt, die hier im Vorjahr für sehr gute Stimmung gesorgt hatte. „Live-Auftritte werden bei mir aber weiterhin die Ausnahme bleiben“, kündigte Sasso an.
