RASTEDE - Der Wirtschaftskurs des 12. Jahrgangs stellte sein Schul-T-Shirt-Projekt vor. Die Kleidung soll die Identifikation mit der KGS stärken.
Von Thomas Neunaber
RASTEDE - Laute Rap-Musik dröhnt aus den Boxen, ein Video flimmert auf der Leinwand und ein Moderator gibt den Takt vor. Vor der Bühne in der Pausenhalle drängeln sich hunderte Schüler. Grund für die Aufregung: Der Wirtschaftskurs des 12. Jahrgangs der KGS stellt in seinem selbst entworfenen Multimedia-Konzept mit Musik, Film, Mitmachaktion und Talk-Show sein „Schul-T-Shirt-Projekt“ vor.Die Werbeaktion ist praktisch umgesetztes Marketing, das die Schüler sonst nur in der Theorie kennen lernen. Geleitet wird das Projekt von Lehrer Heiko Henken. „Die Schüler sollen wie in einer richtigen Firma die Prozesse von der Marktforschung, dem Marketing, der Umsetzung der Produktidee bis hin zum Verkauf selbst in die Hand nehmen“, erklärt der Pädagoge. Etwa bis Ende April soll es dauern, bis die Shirts für die rund 1700 Schüler der KGS auf dem Markt sind.
Die Schüler der Oberstufe haben für ihr Projekt einen Fragebogen selbst entwickelt, um herauszufinden, wie das von der Schülermehrheit gewünschte T-Shirt aussehen soll. „Schwarz und mit Polo-Kragen“ kreuzt Henrike Helms auf ihrem Bogen an. Sie findet die Aktion mit der coolen Musik „ganz okay“.
Zum Programm des Marketing-Nachwuchses gehört an diesem Tag auch eine lockere Talk-Show mit Austauschschülern von der KGS-Partnerschule aus den USA. Bei den „Amis“, erfahren die KGS-Schüler, sind Schul-T-Shirts nicht lästige Pflicht, sondern man trägt sie mit Stolz – auch in der Freizeit. „Wir wollen mit der Schulkleidung erreichen, dass sich die Schüler hier über die T-Shirts stärker mit ihrer Schule identifizieren und Flagge für die KGS zeigen“, sagt Jan-Mathis Janßen vom 12. Jahrgang.
Doch bis zum Tragen der T-Shirts ist es noch ein wochenlanger Weg. Zuerst müssen die Wünsche der Kunden, sprich Schüler, erforscht werden. Deshalb verteilt das Schüler-Marketingteam weiter fleißig Fragebögen unter den Schülern. Werden die Hemden nämlich an den Bedürfnissen der Zielgruppe vorbei produziert, bleiben die Shirt-Macher auf ihrer Ware sitzen. Und das hätte zur Folge, dass das Projekt unweigerlich vor dem Ruin stünde.
Einen Fan für ihr Projekt haben die Shirt-Macher bereits in Costa Müntzel aus der 7. Jahrgangsstufe. „Ich finde die Aktion cool. Wenn alle das Gleiche anhätten, könnte keiner mehr gehänselt werden, weil er sich keine teuren Marken-Klamotten leisten kann“, so der 13-Jährige.
