RASTEDE - Das Chorfest war eine Werbung für das Lied. Und auch Plattdeutsch wurde gewürdigt.

von renate dierks

RASTEDE - Bis auf den letzten Platz besetzt war der Saal im „Hof von Oldenburg“ beim 55. Gemeindesängerfestes der Gemeinde Rastede. Ausrichter waren die „Plattsingers van’n Möhlenhoff" des Heimatvereins Rastede. Liedervater Gustav Röben freute sich über die zahlreich anwesenden Gäste: „Damit haben wir hier heute wirklich nicht gerechnet. Das Wetter spielt für uns heute gut mit, denn wahrscheinlich hat die kühle Witterung doch dazu beigetragen, dass hier heute so viele Gäste zur Veranstaltung gekommen sind“, bemerkte Röben. Gemäß dem Motto der Veranstaltung „Plattdütsch snacken, plattdütsch singen sünd un blievt twee schöne Dinge" eröffneten die Gastgeber unter der Dirigentin Cornelia Gabrisch mit zwei plattdeutschen Liedern die Veranstaltung. Friedegund Reiners, stellvertretende Bürgermeisterin, überbrachte die Grüße der Gemeinde Rastede und würdigte den Beitrag der Chöre zum kulturellen Leben in der Gemeinde Rastede: „Das Gemeindesängerfest ist eine kulturelle

Lifeveranstaltung und ein Höhepunkt im Jahresprogramm der Gemeinde Rastede. Ich bin selbst auch ein großer Fan von Musik, glücklicherweise wird ja wieder mehr gesungen.“ Nach dem allgemein rückläufigen Trend in den zurückliegenden Jahren werde jetzt in den Kindergärten wieder vermehrt gesungen.

Auch im weiteren Verlauf des Gemeindesängerfestes stand die plattdeutsche Sprache im Vordergrund. Besonderen Beifall erntete der Kinderchor der Schule Lehmden. „Rock my Soul“ lud zum Mitklatschen ein, und bei „Hau auf die Pauke, Elisabeth" wurde kräftig auf die Pauke gehauen. Dann war schließlich sogar noch eine Zugabe fällig.

Der Singkreis des Landfrauenvereins Heubült lud zu einer musikalischen Radtour durch das Ammerland ein. Der Text zum Lied stammte von der Chorleiterin Marlene Hobbiesiefken.

Den Abschluss des erstens Teils bildete vor der Pause der gemeinsame Gesang aller Chöre und Gäste: „Im Frühtau zu Berge“. Gemeinsame Lieder bildeten auch den Abschluss. Am Ende gab es noch einmal viel Beifall für alle teilnehmenden Chöre, darunter auch der Gemischte Chor Nethen, der Gesangverein Neusüdende, die Turmsänger des Ortsvereins Wahnbek-Ipwege-Ipwegermoor, der Männergesangverein Rastede von 1877 und der Gemischte Chor Loy.

Bei „Elisabeth“ kräftig auf die Pauke gehauen