RASTEDE - „Frühlings-Erwachen – eine Tragödie“ hieß es in zwei Aufführungen in der Neuen Aula in Rastede. Der Kurs „Darstellendes Spiel“ des 12. Jahrgangs der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede unter der Leitung von Fachlehrer Heiko Henken hatte an zwei Tagen das gesellschaftskritische Stück des deutschen Schriftstellers Frank Wedekind aufgeführt und mit Bravour gespielt.
Wedekind kritisiert mit seinem Stück die im Wilhelminischen Kaiserreich vorherrschende bürgerliche Sexualmoral.
Der Druck, der insbesondere auf die Jugendlichen dieser Zeit ausgeübt wurde, und das große Problem der Sexualität beschäftigte die Schülerinnen und Schüler über ein Schuljahr und führte letztendlich zu zwei gelungenen Theateraufführungen.
Trotz des ernsten Inhaltes um Sex, Leidenschaft und weiterer Jugendprobleme überzeugte die Inszenierung insbesondere mit seinen satirischen Zügen, die durch grotesk überzogene Charaktere entstanden.
Schade ist, dass das Stück nur im kleinen Rahmen aufgeführt wurde und so den Eltern und Mitschülern vorbehalten blieb – die Inszenierung der international erfolgreichen Tragödie hätte sicherlich viele Besucher mehr anlocken können und damit auch vor einem größerem Publikum Erfolg gehabt.
