REEKENFELD - REEKENFELD/CPA - Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Reekenfeld hat auf ihrem Friedhof zwei Flächen, auf denen Särge und Urnen beigesetzt werden, ohne dass die einzelnen Gräber als solche zu erkennen sind. Dabei handelt es sich um Gräber, die für die Angehörigen pflegefrei sind.
Im Volksmund werden diese Grabstellen oft als „anonyme Gräber“ bezeichnet. „Sie sind es aber nicht, weil dort niemand namenlos bestattet wird“, sagt das Reekenfelder Pastorenehepaar Michael Uecker und Eva Hachmeister-Uecker. Deshalb hat die Kirchengemeinde nun zwei große Denkmäler auf diesen Flächen errichtet, auf denen die Namen und Lebensdaten der dort Beigesetzten angebracht sind.
Im Beisein zahlreicher Angehöriger der dort bestatteten Personen fand die feierliche Einweihung der Grabdenkmäler statt. „Diese zusätzliche Friedhofskultur ist zunehmend gefragt, weil viele Menschen mit der Pflege der Gräber niemandem zur Last fallen wollen oder keine Angehörigen vor Ort haben, die sich um die Pflege kümmern können“, sagt Pastor Uecker. Deswegen bietet die Kirchengemeinde Gräber an, die für die Angehörigen pflegefrei sind. Vor fünf Jahren gab es hier die erste Beisetzung dieser Art in Reekenfeld.
Pastor Uecker bedankte sich beim Gemeindekirchenrat, beim Oberkirchenrat aus Oldenburg, beim Reekenfelder Friedhofsausschuss und bei den Spendern, die eine Finanzierung der Grabmäler möglich gemacht hätten. Dank sagte Uecker auch den fleißigen „Bauherren“, die die Denkmäler mauerten. Dafür gab es Urkunden für Werner Collmann, Albert Huisinga und Heinz von Rahden.
