REEKENFELD -
Von Hauke Gruhn
REEKENFELD - Zeichen der Hoffnung und der Solidarität haben die Pfadfinder vom Stamm Reekenfeld gestern gleich vielfach in ihrer Gemeinde gesetzt. Von Tür zu Tür zogen die Jungen und Mädchen, im Gepäck hatten sie das Friedenslicht, welches in Bethlehem entzündet und durch Pfadfinder in die einzelnen Gemeinden gebracht wird. Insgesamt 24 Häuser besuchten die „Pfadis“ in Reekenfeld, Kampe, Kamperfehn, Elisabethfehn und Ramsloh.Die symbolische Übergabe des Friedenslichtes erfreut sich steigender Beliebtheit, wie Pfarrerin Eva Hachmeister-Uecker weiß: „Im ersten Jahr waren wir mit einer Gruppe und einem Auto unterwegs, jetzt sind es schon vier Gruppen und vier Fahrzeuge.“ Vor allem ältere, einsame und kranke Menschen bekommen Besuch von den Pfadfindern, die dann immer auch ein Ständchen an der Tür bringen. Ob evangelisch oder protestantisch – das spielt bei dieser Aktion keine Rolle: „Bei den Pfadfindern sind ja auch Katholiken oder noch nicht Getaufte dabei“, erzählt Michael Harald Uecker. Der Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Reekenfeld hatte das Friedenslicht, dass jedes Jahr in Bethlehem entzündet und dann mit Sondergenehmigung zunächst nach Wien ausgeflogen wird, zuvor mit einer Laterne aus Oldenburg abgeholt. „Seitdem stand es bei uns vor der Tür.“ Zur Sicherheit wurde auch noch je ein Reservelicht hinterm Haus und eines im Wohnzimmer des Pastorenpaares aufbewahrt.
Die jüngste Gruppe der Reekenfelder Pfadfinder, die „Schlauen Füchse“ bastelten in den vergangen Tagen Kerzengläser, welche nun an den Haustüren überreicht wurden. Auch die symbolische Bedeutung – die Kerze als Zeichen der Erleuchtung durch Jesus Christus – erklärten die Pfadfinder an der Tür.
Musikalisch sorgte die Reekenfelder Gruppe ebenfalls für viel Freude: „Stern über Bethlehem“ und weitere Lieder wurden vorgetragen. „Ich freue mich sehr, der Gesang war wunderschön“, meinte Luzia Squar, die mit fast 80 Jahren nicht mehr so gut zu Fuß ist, zum Besuch.
Die gestrige Aktion nutzten die Pfadfinder (getreu dem Motto „Jeden Tag eine gute Tat“) übrigens auch, um für die Schule Talita Kumi in Beit Jala zu sammeln.
