Berlin - Künstler und Kreative in Deutschland sollen einen besser abgesicherten Anspruch auf faire Bezahlung erhalten. Mit diesem Ziel hat das Bundeskabinett am Mittwoch eine Reform des seit 14 Jahren geltenden Urhebervertragsrechts beschlossen. Der Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas soll nun dem Bundestag vorgelegt werden. Der SPD-Politiker sagte, es gehe um ein „gedeihliches Auskommen“ für Kreative und die Verwerter ihrer Leistungen, etwa Verlage oder Plattenfirmen.

Nach Protesten hatte Maas einen Reformentwurf zugunsten der Verwerter nachgebessert, stieß aber auf scharfe Kritik der „Initiative Urheberrecht“: Die schwarz-rote Regierung habe „ihre Versprechungen großenteils nicht erfüllt“. Drehbuchautor und Produzent Fred Breinersdorfer sprach von einer „Mogelpackung“.