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NWZonline.de Nachrichten Kultur

INITIATIVE: Regierung soll auch an die Leser denken

31.07.2008

BERLIN /LEER Die Leeraner CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann unternimmt in der parlamentarischen Sommerpause einen neuen Versuch, der deutschen Sprache im öffentlichen Raum zu mehr Bedeutung zu verhelfen. Anlässlich der – bereits im März erfolgten – Prämierung der „Sprachwahrer“ des Jahres 2008 appellierte sie am Mittwoch an den Koalitionspartner SPD, die Initiative der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum „sprachlichen Verbraucherschutz“ zu unterstützen.

Schließlich habe der Unions-Vorstoß, deren Initiatorin Connemann ist, beim „Sprachwahrer“- Wettbewerb den dritten Platz errungen. Die Auszeichnung sei das Ergebnis eines landesweiten Verbrauchervotums, meint Connemann. „Sie zeigt, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger gezielt aufgegriffen hat.“ Nun liege es an der SPD, die Initiative „endlich als Antrag im Bundestag mitzutragen und einzubringen“.

Konkret fordert die Kulturpolitikerin, dass offizielle Texte der Bundesregierung und des Bundestages in verständlichem Deutsch abgefasst werden. Die Bundesregierung müsse zudem – als Anteilseigner, Genehmigungsbehörde oder Investor – eine durchgehende Verwendung der deutschen Sprache gewährleisten. Dieses betreffe Beschriftungen in öffentlichen Gebäuden, Bahnhöfen und Flughäfen, so Connemann. Die deutsche Wirtschaft wiederum solle sich darum kümmern, dass Gebrauchsanweisungen und Garantiebedingungen in verständlichem Deutsch abgefasst würden.

Als Negativbeispiel gilt das (Noch-)Staatsunternehmen Deutsche Bahn. Ausdrücke wie „Service Point“, „Call A Bike“ oder „DB Carsharing“ ließen mindestens ein Drittel der Bundesbürger, die kein Englisch können, ratlos zurück, meinen die Sprachwahrer der Union.

Wie die Verwendung englischer Wörter und Sätze in Deutschland missverstanden werden kann, zeigt eine Umfrage aus der der Hamburger Journalist und Sprachexperte Wolf Schneider in seinem Buch „Speak German!“ zitiert. Es ging um englische Werbesprüche deutscher Firmen und wie sie missverstanden werden. Der langjährige Werbespruch einer Parfümeriekette „Come in and find out“ (Komm’ herein und entdecke) wurde demnach von vielen mit „Komm’ rein und finde wieder raus“ übersetzt.

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