Waddens - Zwei dubiose, ganz in Schwarz gekleidete Gestalten schleichen über die Bühne. Es ist eindeutig: Diese Gauner führen etwas im Schilde. Und dafür erhalten sie jede Menge Beifall bei der Premiere des Stücks „Das Kartenhaus“, das am Sonntagnachmittag die junge Bühne Waddens im Saal des „Butjenters“ auf die Bühne gebracht hat. Auch alle anderen Darsteller überzeugten bei der gekonnt inszenierten Krimikomödie.
Die Handlung spielt in und vor einer Bratwurstbude, in der Else (Tabea Meiners) streng das Zepter schwingt. Teenagerin Jennifer (Kitana Petz) schuldet ihr noch Geld. Und überhaupt: Was treiben eigentlich die vielen Jugendlichen vor ihrer Theke – die sollten doch in der Schule sein, schimpft Else.
Auch die Englischlehrerin (Maurice Meiköhn) lässt kein gutes Haar an ihrer Schülerin, erst recht nicht, als Jennifer im späteren Verlauf der Handlung auch noch beschuldigt wird, einen Diebstahl begangen zu haben. Die Mädchenclique ist in heller Aufregung, zumal die Straftat natürlich die Polizei und auch die örtliche Presse auf den Plan ruft. Vor der Imbissbude ist also einiges los, bevor sich die Handlungsfäden entwirren und der Diebstahl aufgeklärt wird.
Der Nachwuchs der Waddenser Laienbühne hat seine Premiere mit Bravour gemeistert. Die Jugendlichen agierten munter und mit viel Witz. Neben den bereits genannten Darstellern standen auf der Bühne: Jana Sangkuhl, Ibbecke Francksen, Eske Stoffers, Jan-Ole Neckritz, Jan Reuter, Lara Grimm, Niklas Keiser, Marie Steffens und Anthea Folkens.
Die Technik lag in den Händen von Nico Micheel, Regie führte Doreen Meinköhn, als Souffleuse half Rita Sangkuhl den jungen Akteuren auf die Sprünge, während Hans-Georg Schröder zuständig für den Bühnenbau war und Mareille Folkens sowie Mirco Köchel das Schminken übernahmen. Nach den Sommerferien soll das Stück noch einmal aufgeführt werden. Ein Termin steht aber noch nicht fest.
