REIHERHOLZ - Der Verbleib des toten Rehbocks, der am vergangenen Donnerstag nach der Kollision mit einem Auto auf der Linteler Straße am Reiherholz verschwunden war (die NWZ berichtete), ist geklärt. Jagdpächter Joachim Strothotte hat den Kadaver ordnungsgemäß entsorgt.

„Er war im festen Glauben, dass der Unfall auf der Straßenseite passiert ist, für die er als privater Jagdpächter zuständig ist“, erklärte Revierförster Jens Meier, der für die Waldseite verantwortlich ist. Hier hatte die Frau, der das Tier vor den Wagen gesprungen war, dieses in Absprache mit Meier an der Böschung liegen lassen. Nachdem er den Kadaver dort wenig später nicht mehr vorfand, war der Revierförster zunächst von Wilderei ausgegangen.

Zwischenzeitlich war allerdings die Straßenmeisterei Oldenburg an der Stelle vorbeigefahren und hatte den Bock, da er zu nah an der Straße gelegen haben soll, auf die andere Straßenseite verbracht. Dort hatte ihn ein anderer Verkehrsteilnehmer entdeckt und die Polizei in Hude alarmiert. Diese hatte Joachim Strothotte informiert, der das Tier daraufhin abholte und entsorgte.

„Der Verdacht der Wilderei ist damit natürlich hinfällig“, so Meier. Er ist allerdings weiterhin auf der Suche nach dem Hund, der in Richtung Holle- und Wittemoor in den Mittagsstunden unangeleint durch die Felder streifen soll. An dieser Stelle war es innerhalb von nur einer Woche bereits zu zwei Wildunfällen gekommen, obwohl diese normalerweise vornehmlich in der Dämmerung passieren. Meier vermutet, dass der trotz Leinenzwang bis 15. Juli unangeleinte Hund „das Wild aufgeschreckt haben“ könnte.