Groß Ippener - Geschmückt mit Mais und Blumen rollte der Erntewagen durch den Ort – voll besetzt mit gut 40 winkenden Kindern und vorneweg die aus Getreide gebundene Erntekrone: Es war ein buntes Bild, mit dem das Erntefest der Dorfgemeinschaft Groß Ippener am Freitagnachmittag seinen Auftakt fand. Und gleich nach dem Ernteumzug über Dorfstraße, Mühlenweg und Großen Ort ging’s nicht minder bunt weiter bei einem festlichen Nachmittag mit Aufhängen der Erntekrone und Kaffeetafel in „Hackfeld’s Dorfkrug“ in Klein Ippener. Dafür sorgten vor allem viele mitwirkende Kinder mit einstudierten Liedern und Gedichten, so der Chor „Harpstedter Kirchturmspatzen“ sowie Mädchen und Jungen aus dem Ort mit ihren Freunden.

„Die Kartoffelernte ist im Keller, Felder liegen wieder brach. Birnen, Äpfel zieren Teller, Heu liegt unterm Dach“, zitierte etwa Lina Verse beim Dank zum Erntefest der jüngsten Kindergruppe, während Emma und Marie auf Plattdeutsch für die Gaben der Natur dankten. Längst nicht die einzigen, die emsig geübt und einstudiert hatten.

Pastor Werner Richter mahnte bei der Ernteandacht zu Dankbarkeit und Freude, aber auch zu Verantwortung angesichts guter Ernten in der hiesigen Region, „meist mehr, als wir verbrauchen können“.

Mit einer fröhlichen Kinderdisco mit „DJ Matze“ klang der Tag dann aus. Freilich noch nicht das Erntefest: An diesem Sonnabend, 20 Uhr, geht es in „Hackfeld’s Dorfkrug“ weiter mit der großen Ernteparty bei freiem Eintritt.

Für dieses große Finale des ersten Erntefestes in Ippener seit 16 Jahren hofft das vierköpfige Organisationsteam aus Anke Hüneke, Julia Lattuch, Claudia Pleus und Dina Perez noch einmal auf großen Zuspruch. Begeistert zeigte sich Pleus aber bereits am Freitag von der Unterstützung durch Gemeinde und Feuerwehr, aber auch aus der Bevölkerung bei den Vorbereitungen: „Es war für uns sehr schön zu erleben, wie viel Unterstützung und Hilfe wir bekommen haben.“ So hatten nicht nur 35 Kinder gemeinsam fürs Erntefest gebastelt oder am Donnerstag gut 60 Erwachsene und Kinder gemeinsam den Festwagen vorbereitet und die Krone gebunden. Auch halfen viele mit Tortenspenden oder gespendeten Naturalien für eine Ernte-Tombola. „Das war ganz, ganz toll“, freute sich Pleus.

Nicht auszuschließen, dass es eine Neuauflage des Erntefestes geben könnte – „eventuell in zwei, drei Jahren mal“.