Oldenburg
– „Schlangen sind wie Frauen: Nicht zu verstehen, klug – und man kann alles in sie hinein interpretieren", schwärmt Georg Lengel, Besitzer der Natrix Schlangenfarm, die am Osterwochenende ihre Tiere in der Weser-Ems-Halle ausstellte. Seit 30 Jahren züchtet die Familie Lengel sehr erfolgreich alle Arten von Schlangen, Echsen und Kröten.„Schlangen interessieren mich – in freier Natur hätte ich aber Angst. Das Gefährliche ist faszinierend", sagt Lutz Leuchtges, einer der 1500 Besucher der Schau. Seine Begleiterin Karin Wolke „kommt extra zum Gruseln", obwohl auch sie Schlangen schön findet. Gruselig wird es spätestens bei der giftigen Gabun Viper, die mehr als 1000 Milligramm Gift parat hat und damit theoretisch bis zu 20 Menschen töten könnte. Aber auch Würgeschlangen wie die Boa constrictor oder die schöne Rote Königsnatter versetzen vor allem viele junge Besucher in Begeisterung: „Die Zähne und die Eier finde ich toll. Schlangen und Krokodile sind das Größte für mich!" erzählt der 5-jährige Sönke Ahlers.
Zu Betrachten waren die Nachfahren der Dinosaurier jeweils in eigenen Terrarien aus Sicherheitsglas mit Fußbodenheizung und Wärmestrahlern. Denn zumindest eins haben die schaurigen Schönheiten mit vielen Menschen gemein: Auch sie fühlen sich bei warmen Temperaturen am wohlsten. Auch die artgerechte Fütterung spielt eine große Rolle. Ob Viper, Natter, Kröte oder Echse – alle haben eine bestimmte Vorstellung von ihrer Mahlzeit. Das reicht von anspruchslosen Artgenossen wie dem Grünen Leguan, der sich mit einfachen Pflanzen begnügt, bis zur Anakonda, die wenigstens ein kleines Säugetier verspeist.
