Betrifft:
„Trio lässt Virtuosität und Spontaneität vermissen“, (NWZ vom 30. März) über das Konzert des Helene Blum Trios am Karfreitag in der Kapelle Felde: Das Konzert des Helene Blum Trios in der Kapelle Felde am Karfreitag hat Herrn Rakow offensichtlich nicht gefallen.Dass er mit seiner Meinung zu diesen Konzerten, die von über 300 Gästen besucht wurden, ziemlich alleine da steht, braucht ihn vielleicht nicht zu interessieren.
Seine Rezension aber als einzige Zeitungsstimme stehen zu lassen, würde ein falsches Bild in die Öffentlichkeit wiederspiegeln.
Tatsächlich waren all die, die ich im Anschluss an die Nachmittags- und die Abendvorstellung gesprochen habe, von den Konzerten des Helene Blum Trios geradezu begeistert.
Ursache der völlig überzogenen Kritik von Herrn Rakow kann eigentlich nur eine falsche Erwartungshaltung gewesen sein. Wozu wurde denn eingeladen?
Zu konzertantem irischen Folk, wie es in der Werbung zuvor hieß. Und genau das wurde geboten – und zwar in überwältigender Exzellenz.
Wer erwartet in einem Konzert mit Volksmusik Virtuosität? Gerade in der Schlichtheit, in der Melodiosität, in der Harmonie der Künstlerinnen untereinander und nicht zuletzt in der unverfälscht klaren Stimme von Helene Blum lag doch ihre Stärke.
Kein Wort findet Herr Rakow zur Authentizität, kein Wort zur positiven Ausstrahlung derKünstlerinnen, von der die Atmosphäre der Konzerte nachhaltig beeinflusst wurde.
Für mich war das ein Konzert, das dem Rahmen „Karfreitag in der Kapelle in Felde“ in geradezu idealer Weise entsprach.
Ein Konzert, das ich lange in Erinnerung behalten werde und für dessen Durchführung den Organisatoren Kati Bartholdy und Holger Harms-Bartholdy aufrichtiger Dank gebührt.
Micha A. NeumannWesterstede
