Berne - Es ist, erdgeschichtlich betrachtet, noch gar nicht so lange her, da war die Menschheit überzeugt: Die Erde ist eine Scheibe. Nun, so um die 600 Jahre später, kann der deutsch-amerikanische Comedian John Doyle diesen Irrtum endlich aufklären: „Die Welt ist keine Scheibe, die Welt ist eine Bandscheibe.“
Eine Metamorphose
In seinem neuen Programm beschäftigt sich der Komiker mit dem offenbar unvermeidlichen Siechtum des Körpers: „Es ist fast wie eine Metamorphose, nur falsch rum. Ich meine, welcher Mann steht nicht auf schöne Frauenbrüste? Aber müssen die unbedingt am eigenen Körper wachsen?“ In „Die Welt ist eine Bandscheibe“ reist John Doyle mit dem Publikum durch eine Welt voller Schmerzen, Diagnosen und Therapien unter dem Motto: Die Schmerzen einfach weglachen. Dies sollen auch die Zuschauer in der Berner Kulturmühle am Sonnabend, 16. November, wenn Doyle ab 20 Uhr auf der Bühne steht.
John Doyle, der am 21. Juli 1963 in New Jersey geboren wurde, hat als US-Amerikaner schon lange Europa erobert. Genauer gesagt wohnt er schon seit rund 20 Jahren in Deutschland.
Blick über den Tellerrand
Gerne wagt er aber auch den Blick über den Tellerrand zu den Briten und in sein Heimatland, wo er zuletzt den Wahlkampf auf die Schippe nahm. Vor allem aber stehen in seinen Ausführungen die deutsche Gründlichkeit und oft auch die Umständlichkeit der hier lebenden Menschen im Mittelpunkt.
Nach seiner Ausbildung zum Fluglotsen bei der US Navy studierte John Doyle von 1985 bis 1989 Broadcasting an der University in New Jersey. 1989 verbrachte er ein Jahr als Austauschstudent in Graz/Österreich. 1999 verließ er schließlich erneut die USA und begann als Journalist im englischen Programm der Deutschen Welle in Köln.
