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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Hurricane: Rock’n’Roll, Sturm und Nuckelflaschen

23.06.2014

Scheeßel Am Eingang zum Eichenring in Scheeßel erinnert ein Schild an die eigentliche Funktion des Geländes: „Rennbahnstadion – 1000 Meter Sandbahn“.

Am vergangenen Wochenende wummerten allerdings Bässe statt Motoren über das mehr als 100 000 Quadratmeter große Areal – wirklich berühmt hat den Eichenring erst das Hurricane-Festival gemacht, dessen 18. Auflage in der Nacht zu Montag endete. Drei Tage lang haben 73 000 Rockfans und 100 Bands und Künstler die 13 000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Rotenburg/Wümme in einen Ausnahmezustand versetzt.

Dass das Hurricane-Festival auf einer Sandrennbahn stattfindet, sorgte in vergangenen Jahren oft für reichlich Schlamm – diesmal bereitete weniger der Regen Probleme, sondern der Wind, der über das Gelände fegte. Die vereinzelten Schauer reichten nicht aus, um den Sand am Boden kleben zu lassen, und so wurde aus dem Hurricane ein regelrechter Sandsturm. Dicke Staubwolken waberten über das Gelände. Vor allem der Übergang zwischen den beiden Hauptbühnen und die Campingplätze waren in feinen Staub gehüllt.

Entspannte Tage

Veranstalter und Polizei waren dennoch zufrieden. „Wir hatten Glück mit dem Wetter. Es ist besser geworden, als es angesagt worden war“, sagte Stephan Thanscheidt, Geschäftsführer von Veranstalter FKP Scorpio. Auch Polizeisprecher Heiner van der Werp war der Staub lieber, als der sintflutartige Regen 2013. „Wir hatten zwei sehr entspannte Anreisetage“, sagte er. 2013 hatten die Parkplätze noch vor Festivalbeginn unter Wasser gestanden.

Diesmal waren laut Festivalleiter Jasper Barendregt bereits am Donnerstagabend 50 000 Menschen auf dem Gelände – so viele wie nie zuvor. Am Freitag standen dann bereits hochkarätige Künstler auf den vier Bühnen – auch wenn das 18. Hurricane-Festival ohne die ganz großen Namen der vergangenen Jahre auskommen musste.

Am ersten Nachmittag herrschte bereits Gedränge bei Auftritten der britischen Indierocker „The Subways“ und des Hamburger Sängers Thees Uhlmann. Am Abend spielten der Bielefelder Rapper Casper sowie die beiden Headliner „Arcade Fire“ und „Macklemore & Ryan Lewis“.

Für Höhepunkte am zweiten Tag sorgten die „Dropkick Murphys“ aus Boston, der energiegeladene Auftritt von „Kraftklub“, die Headliner der dänischen Metal-Combo „Volbeat“ und der späte Auftritt von Sängerin Lily Allen aus London, die mit Tänzerinnen zwischen überdimensionalen Nuckelflaschen auffiel.

Stimmung gelobt

Zu dem Zeitpunkt waren die meisten Besucher wieder trocken, am Abend hatte es kurze, aber heftige Regenschauer gegeben. Gefroren wurde vor den Bühnen trotzdem: Die letzten Bands spielten bei Temperaturen knapp über zehn Grad. Am Sonntag traten unter anderen „Franz Ferdinand“ aus Glasgow, die „Black Keys“ aus den USA und „Fettes Brot“ aus Hamburg auf. Die letzte Band des Festivals war „Seeed“ aus Berlin.

Die von Festivalleiter Barendregt gelobte Stimmung bestätigten auch die Einsatzkräfte: Bis Sonntagmorgen leitete die Polizei laut van der Werp knapp 200 Strafverfahren ein, die Hälfte davon Diebstähle. In den kommenden Tagen dürfte noch mehr auf die Beamten zukommen. „Das bleibt weit unter den Zahlen vom letzten Jahr“, vermutet van der Werp.

Die Feuerwehr musste zwölf Mal ausrücken, meist brannten Dixi-Toiletten. Auch Sanitäter hatten zu tun: etwas über 1700 kleinere und größere Hilfeleistungen, über 100 Transporte ins Krankenhaus – keine außergewöhnliche Bilanz für ein Rockfestival.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-kultur 

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