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Festival In Rodenkirchen Wieder viel mehr Himmel als Hölle

Bernd Bultmann

Rodenkirchen - Blauer Himmel über dem Rodenkircher Marktplatz, ideale Temperaturen von 20 Grad, reichlich feierfreudiges Partyvolk und dazu Musik wie im Bierkönig auf Mallorca: Das sind die Zutaten für Himmel & Hölle.

Maik Böse von Boese-Events aus Oldenburg hatte nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr auf das bewährte Konzept gesetzt und wurde nicht enttäuscht. Etwa 2000 Besucher wollten sich die Großveranstaltung nicht entgehen lassen.

Extrem textsicher

Auf der riesigen Bühne spielten mehrere DJs Ballermann-Klassiker sowie Hits aus den 90ern, daneben gab es noch vier Liveacts. Fünf Bierbuden, eine Cocktailbar, drei Cateringwagen und ein großer Swimmingpool ergänzten das Angebot, mehr brauchte es fast nicht für einen tollen Abend. Nur noch einige heutzutage unerlässliche Securitymitarbeiter und die Musikanlage der Stollhammer Firma LDD mit einer sagenhaften Leistung von fast 50 000 Watt.

Das Publikum war von Anfang an, also schon ab 15 Uhr, in Tanzlaune. Vor der Bühne war immer was los, da gingen auch auf Kommando die Hände zum Himmel und vor allem wurde extrem textsicher mitgesungen.

Ein Phänomen, das auch Maik Böse nicht erklären kann: „Der Geschmack der jungen Leute ändert sich öfter mal, heute Schlager, kann aber auch sein, dass in zwei Jahren wieder deutscher Hip-Hop in ist.“

Die Altersspanne der Besucher reichte von 14 – dank der sogenannten Muttizettel – bis über 60, der Altersdurchschnitt war aber im unteren Zwanzigerbereich anzusetzen. Die meisten kamen aus der Wesermarsch, doch auch Besucher aus Oldenburg oder Bremen waren anzutreffen. Der Hochsommer ist aber auch die Zeit der meisten Hochzeiten, so dass man auf der Tanzfläche mindestens drei bis vier Gruppen mit zukünftigen Bräuten und ihren Freundinnen sah. Fastbraut Simone aus Esenshamm schaffte es sogar, unserem Reporter eine extrem hässliche Brille aus ihrem Bauchladen anzudrehen.

Das Line-Up – für die etwas älteren Leser: Wer da so auftritt – konnte sich aber auch durchaus für einen Eintritt unter 20 Euro € sehen lassen.

Die DJs Max vom Deich und Jay Frog spielten Hits der 90er, etwa den klassischen Partymix von Pur oder das grandiose und zeitlose „Narcotic“ von Liquido. Der bekannteste Vertreter der 90er Jahre bei Himmel & Hölle war Dune alias DJ Oliver Fröning aus Münster.

Dune wurde 1994 als vierköpfige Band gegründet, ihre Songs wie „Can´t stop Raving“ waren Kult in Deutschland. Oliver ist von damals übrig geblieben, hat aber immer noch eine große Fangemeinde.

Neben diesen alten Zeiten lag der Schwerpunkt des Programms auf dem aktuellen deutschen Schlager. Den Anfang machte das Abrissduo mit „Diese Nacht wird zur Legende“. Dann trat das Chaos- Team auf. Die beiden DJs landeten 2015 einen Überraschungshit mit „Wir sind die Kinder vom Süderhof“, Pflichtprogramm auf fast allen Feten in der Wesermarsch. Die zum Beispiel aus dem ZDF-Fernsehgarten bekannte Sängerin Marry sang dann live einige ihrer bekanntesten Stücke wie „Vorglühn Nachglühn“ oder „Lasst uns leben“. Marry hat ordentlich Bühnenpower, kommt sehr sympathisch daher und kann definitiv gut singen – was will man mehr? Letzter Liveact war dann Axel Fischer, der Schauspieler und Sänger erlangte 2008 einen großen Erfolg mit dem Cover von „Amsterdam“ der Band Cora.

Pünktlich und regenfrei

Pünktlich und regenfrei um Mitternacht endete das Musikprogramm auf dem Marktplatz. Eventmacher Maik Böse betonte ausdrücklich, dass die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stadland bisher immer einwandfrei geklappt habe. Damit scheint einer Neuauflage dieser tollen Veranstaltung am gleichen Ort im nächsten Jahr ja nichts mehr im Wege zu stehen.

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