Rodenkirchen - Der Kirchbauverein St. Matthäus Rodenkirchen nimmt die Apostelreihe vor dem Orgelboden ins Visier. Diese Objekte könnten als nächste restauriert werden.

Das hat der Erste Vorsitzende Friedrich Lübben während der Jahreshauptversammlung im Hotel Albrechts mitgeteilt. Bei der Apostelreihe handelt es sich um eines der wenigen Relikte, die Auskunft darüber geben, wie der Kirchenraum vor der Reformation vor 500 Jahren ausgestattet war. „Bislang wurde angenommen, dass die Figuren in der Orgelempore ursprünglich zu einem vorreformatorischen Altar gehörten“, sagte Lübben. „Eine weitere Annahme ist, dass die Apostelreihe mit Christus aus einem Apostelbalken stammen, der ursprünglich im Triumphbogen angeordnet war.“

Als die Kirche nach der Reformation neu ausgestattet wurde, kam die Kanzel an diesen prädestinierten Platz und der Apostelbalken musste weichen. Zum Einbau der ersten Orgel um das Jahr 1630 wurde der Orgelboden errichtet, in dessen Empore Teile des Apostelbalkens integriert wurden. Nach ersten Recherchen könnten die Figuren dem Bildhauer Heinrich Brabender (1467 bis 1537) aus Münster zugeordnet werden und in dessen Werkstatt gefertigt worden sein.

Abgeschlossen ist die Restaurierung ausgesuchter Türen und Wangen der Kirchenbänke durch Uwe Pleninger. Dieses Vorhaben wurde ausschließlich aus projektbezogenen Spenden finanziert.