Rodenkirchen - Die neue Rodenkircher Chronik ist im Druck und wird rechtzeitig zu Weihnachten erscheinen. Das teilt Hans-Rudolf Mengers mit, der Vorsitzende des Rüstringer Heimatbundes. Der Heimatbund veröffentlicht die Chronik als Jahresgabe.
Das bedeutet: Alle Mitglieder bekommen das Buch kostenlos. Die übrigen Exemplare gehen zum Preis von jeweils 24,80 Euro in den freien Verkauf.
Öffentliche Präsentation
Der Rüstringer Heimatbund stellt das 440 Seiten starke Werk am Donnerstag, 12. Dezember, vor: in einer öffentlichen Veranstaltung ab 16 Uhr im Hotel Albrechts, zwei Tage nach der Auslieferung. Eine solche Veranstaltung hat der Heimatbund für eine Jahresgabe bisher noch nicht organisiert.
Der Titel des Buches ist unprätentiös: „Rodenkirchen – Die Geschichte eines Ortes in der Wesermarsch“. Die Auflage beträgt 1500 Stück; das Buch ist mit einem farbigen Schutzumschlag und einem Lesebändchen ausgestattet.
Autor ist Dr. Jens Schmeyers. Der 54-jährige Braker, der im Hauptberuf Chemie und Physik unterrichtet, ist ein Experte für das Mittelalter. Zu diesem Themenkomplex hat er schon mehrer Bücher geschrieben – unter anderem „Die letzten freien Friesen zwischen Weser und Ems.“ Dank dieser Expertise kam er 2013/14 mit Ummo Wedelich zusammen, dem Vorsitzenden des 2015 aufgelösten Vereins Freilicht-Spektakel Stadland.
Der Verein organisierte aus Anlass des 500. Jahrestages der Schlacht an der Hartwarder Landwehr 2014 einen großen Mittelalter-Markt samt Ausstellung in der Markthalle. Dr. Jens Schmeyers entwickelte das Konzept für die Ausstellung und hielt die Festrede zu ihrer Eröffnung Ende April 2014.
Bei der Sammlung für die Ausstellung kam viel mehr Material zusammen, als die Veranstalter erwartet hatten. Daraufhin entstand die Idee einer neuen, zeitgemäßen Rodenkirchen-Chronik. Von Anfang an war nicht geplant, ein so umfassendes Buch wie die mehr als 50 Jahre alte Roden-kirchen-Chronik von Dr. Richard Heye zu verfassen, die als Standardwerk gilt, aber nicht mehr im Handel erhältlich ist.
Archiv durchgeforstet
Dr. Jens Schmeyers und Mitglieder eines Arbeitskreises befragten Bürger, sichteten Nachlässe, blätterten in Fotoalben, und gemeinsam mit Ummo Wedelich forstete Schmeyers das Archiv der früheren Gemeinde Rodenkirchen durch, das noch auf dem Dachboden der Grundschule lag. So entstand ein Buch, das umfassend über die politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung Rodenkirchens informiert – bis in die nahe Vergangenheit, sagt Hans-Rudolf Mengers. Das Buch ist reich bebildert.
Der Stollhammer Mengers erinnert auch an die problematische Finanzierung des Projekts: „Erst als der Rüstringer Heimatbund sich der Sache annahm, ging es weiter voran.“ Der Verein fand Sponsoren, die das Vorhaben maßgeblich förderten, setzte aber auch eigene Mittel ein.
