Rodenkirchen - Auch ein Altennachmittag feiert mal runden Geburtstag. Am Montagnachmittag war es in der Markthalle Rodenkirchen soweit: Der Altennachmittag zum Roonkarker Mart jährte sich zum 50. Mal. Damit ist er älter als die Gemeinde Stadland.

Darauf wies die Schausteller-Vorsitzende Marlies Cattelmann, Kleinensiel, in ihrer kurzen Ansprache hin. Der Imbissbudenbetreiber Wilhelm Weghorst hatte die Veranstaltung aus der Taufe gehoben, zusammen mit der Schweinskopfversteigerung am Morgen zuvor, aus deren Erlös er wesentlich finanziert wird.

Auch diesmal konnte sich der Erlös der Auktion mehr als sehen lassen: Mit 2180 Euro war er um fast 300 Euro höher als der schon sehr respektable Erlös des vergangenen Jahres. „Damit ist der Altennachmittag auch im nächsten Jahr finanziert“, sagte Marlies Cattelmann und dankte dem Auktionator Andreas Decker für seinen Einsatz. Zusätzlich hatten auch die Schausteller untereinander gesammelt.

Bürgermeister Klaus Rübesamen ging kurz auf die diskutierten Änderungen für den Markt ein, die helfen sollen, seine Attraktivität zu erhalten. Aber eines werde sich nicht ändern, sicherte der Bürgermeister zu: Die Veranstaltung werde weiterhin Roonkarker Mart heißen.

Dann ehrten Marlies Cattelmann und Klaus Rübesamen die beiden ältesten Besucher: Mariechen Hinrichs und Fritz Rüdebusch, beide 89 Jahre alt. Diesmal war es an der Altgemeinde Seefeld, die Ältesten zu stellen.

Ganz besonders begrüßte Marlies Cattelmann den Shantychor Butjenter Blinkfüer und dessen Vorsitzenden Enno Rennies: „Er hat Schaustellerblut in seinen Adern, denn seine Vorfahren haben eine Ponybahn betrieben.“

Unter der Leitung von Heinz Goretzki sang der Chor seemännische Lieder: „Santiano“, „Seemann, lass das träumen“ und das Gorch-Fock-Lied. Außerdem erzählten die Sänger Butjenter Döntjes.

Henning Bielefeld
Henning Bielefeld Redaktion Nordenham (Stv. Leitung), Redaktion Stadland