RODENKIRCHEN - Der Kreisverband Wesermarsch von Bündnis 90/Die Grünen bereitet sein Programm für die Kommunalwahl vor. Mehrere Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen sind bereits gegründet worden. Jeder könne dort sein spezielles Wissen einbringen, betonte der Sprecher Helge Thoelen bei der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Friesenheim am Dienstagabend. Das Programm erhalte so auch mehr Authentizität. Es wurde beschlossen, die Arbeitsgruppe Jugend zu bilden.
Die 14 anwesenden der insgesamt 66 Kreismitglieder diskutierten kurz über die Schwerpunkte der Arbeitsgruppen unter anderem zu den Themen Landwirtschaft, Natur und Umwelt, Energie sowie Schulen und Bildung. Dass es Themen wie Kultur gibt, die nicht Bestand einer AG seien, heiße nicht, dass sie im Kreiswahlprogramm fehlen würden, betonte Helge Thoelen.
Wesentlich konkreter sind die Planungen hinsichtlich einiger Veranstaltungen gediehen. So plant die Bürgerinitiative „Aktion Z“ eine Stromwechselparty am 28. April in der Markthalle Rodenkirchen. Das Konzept steht bereits fest. Fünf Ökostromanbieter werden sich an diesem Tag ab 17 Uhr vorstellen. Als ein besonderes Highlight wird der Liedermacher Helmut Debus ab 20 Uhr auftreten. Einige Ortsvereine planen gleichfalls Stromwechselpartys, wie am Dienstag bekannt wurde.
Die Grünen widmeten sich auch einem Kernthema: Für Ostermontag, 25. April, ist zum Tschernobyl-Tag eine Aktion vor dem Kernkraftwerk Unterweser in Kleinensiel geplant. Was genau dort geschehen soll, wollen die Grünen während einer weiteren Zusammenkunft beraten. Der Verein „Kinder von Tschernobyl“ wird sich an der Aktion beteiligen.
Für den ausgefallenen Neujahrsempfang gibt es Ersatz: Im Mai soll die Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann in Rodenkirchen begrüßt werden. Die Sprecherin für Kommunalpolitik ist die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen. Und auch Anita Idel soll eingeladen werden. Die Tierärztin und Mitbegründerin des Gen-ethischen Netzwerks wird ihr Buch „Die Kuh ist kein Klima-Killer: Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können“ vorstellen.
Die Weservertiefung ist ein weiteres Thema, dem sich die Grünen verstärkt zuwenden wollen. Vor allem die Folgen für die Landwirtschaft seien einschneidend, hieß es.
