Rodenkirchen - Die Autorin Alma Rogge ist Thema eines Vortragsabends des Bürgervereins Strohausen. Am Dienstag, 12. Februar, bietet Heddo Peters, Mitarbeiter im Archiv des Rüstringer Heimatbundes, ab 19.30 Uhr im Gasthaus Friesenheim „eine biografische Skizze mit Beispielen aus dem Werk der Schriftstellerin“, wie der offizielle Titel der Veranstaltung lautet. Anlass ist der 50. Todestag der Dichterin.
Texte und Fotos
Heddo Peters ist durch viele heimatkundliche Vorträge in der nördlichen Wesermarsch bekannt. Diesmal stellt er das Leben Alma Rogges von ihrer Geburt auf dem Bauernhof ihrer Eltern in Brunswarden bei Rodenkirchen am 24. Juli 1894 bis zu ihrem Tod in ihrem Haus in Rönnebeck am 7. Februar 1969 dar.
Darin bettet Heddo Peters einige Texte der Autorin ein. Zum Teil liest er sie vor; die übrigen liegen als Tonbandaufnahmen vor, so dass die Gäste die eindrucksvolle Stimme von Alma Rogge hören können. Zur Illustration bringt der Referent Fotos und Landkarten mit.
Schon als junges Mädchen wollte Alma Rogge Dichterin zu werden. Dieses Ziel verfolgte sie beharrlich über ein spätes Abitur und ein Studium der Fächer Literatur, Kunstgeschichte, Philosophie und Niederdeutsch bis zu ihrer Promotion 1926. Dieser Weg war damals für eine junge Frau sehr ungewöhnlich.
Stark prägte sie die Zeitschrift „Niedersachsen“, für die sie als Redakteurin tätig war. An diese Anstellung schlossen sich viele Jahre als freie Schriftstellerin an.
„Up de Freete“
Bereits als 21-Jährige hatte sie ihren ersten großen Erfolg mit dem Lustspiel „Up de Freete“ („Auf Freiersfüßen“), das im April 1916 in Rodenkirchen uraufgeführt wurde. Es folgen viele humorvolle, aber auch ernsthafte Romane, Erzählungen, Gedichte und Theaterstücke auf Hoch- und Plattdeutsch.
Nach ihrem Tod hat Alma Rogge auf dem Rodenkircher Friedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden.
