Ostrittrum - „Wir sind schon ein Stück überwältigt angesichts des Besucherandrangs zu unserer Gartenkultur-Musikfestival-Veranstaltung mit dem Oldenburger Kammerchor“, zeigte sich Monika Grashorn am frühen Sonntagabend überrascht. Angesichts von Wettervorhersagen mit schweren Gewittern hatten sich Monika und Gitte Grashorn dazu entschlossen, das Konzert in die Konzertscheune ihres Hofes zu verlegen. „Das kam auch den Sängerinnen und Sängern des Chors wegen der Akustik entgegen“, so Gitte Grashorn. Aber dass am Ende weit über 200 Zuschauer das Konzert besuchten, überraschte beide.
Musikalisch geboten wurde ein romantisch-sommerliches Konzert mit dem Oldenburger Kammerchor. Nach dem Oldenburger Staatsorchester gastierte damit auch die zweite musikalische Größe aus Oldenburg auf dem Hof Schweers in Ostrittrum.
Der Chor wurde 1986 von Johannes von Hoff gegründet, umfasst 35 Sängerinnen und Sänger und hat sich zu einem der führenden Kammerchöre Deutschlands entwickelt. In Ostrittrum war das sommerliche Programm „Das Hohelied der Liebe – Werke für Chor und Combo“ zu hören. Dazu boten das großzügige Hofgelände, die gemütlichen Plätze im Garten und der Hof zwischen den historischen Gebäuden oder unter der 200-jährigen Linde den passenden Rahmen.
Mit „Vidi Speciosam“ Chor Tomás Luis de Victoria eröffnete der Oldenburger Kammerchor das Konzert. Eingebunden in den Konzertablauf waren verjazzte Interpretationen, vorgetragen von Klaus Ignatzek (Pianist und Komponist), ergänzt durch den Saxofonist Klaus Fey und Jens Heisterhagen am Bass – allesamt exzellente Musiker ihres Fachs.
Mit Werken von David Wikander, Gust Holst, Morten Lauridsen und Klaus Fey („Trialogue“) endete der erste Konzertteil. Nach der Pause stand „Höga Visan“ mit Gesang, Bass, Klavier und Saxofon von Nils Lindberg auf dem Programm. Der zweite Konzertteil, der sich mehr noch zeitgenössischer Musik widmete, darunter auch einer Komposition von Klaus Ignatzek, bildete einen musikalischen Kontrast.
