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Projekt Hilfe in kritischen Situationen

Helmut hogelücht

ROSTRUP - „Was geht mich das an?“ – Gleichgültigkeit und Desinteresse am Schicksal anderer Menschen nehmen zu, obwohl die Berichterstattungen über Gewaltexzesse in letzter Zeit zu lebhaften Diskussionen führten. Dabei können Belästigungen, Bedrohungen und tätliche Angriffe jederzeit und überall passieren. Um im Notfall für andere eintreten zu können, fand an diesem Montag in Niedersachsen der „Tag der Zivilcourage“ statt. An diesem Projekttag nahmen auch die Berufsbildenden Schulen Ammerland (BBS) in Zusammenarbeit mit den Ammerländer Polizeidienststellen teil.

Für andere eintreten

Mit diesem Aktionstag wollen Schule und Polizei die Bedeutung der Zivilcourage herausstellen, und Schülerinnen und Schüler sollen dafür gewonnen werden, im Bedarfsfall mutig und ohne sich selber zu gefährden für andere einzutreten und in kritischen Situationen zu helfen.

Mit rund 3350 Schülerinnen und Schülern seien die BBS „ein Spiegelbild“ der Ammerländer Jugend, stellte Schulleiter Reinhard Hardy heraus, denn das „gesamte Spektrum“ der Jugendlichen sei an der Schule vertreten.

Insgesamt 250 Schüler haben an dem Aktionstag teilgenommen. Die Veranstaltung dauerte jeweils 45 Minuten und begann in der Aula mit zwei Filmsequenzen, in denen Gewalt dargestellt wird. Danach wurde in Gruppen von jeweils zehn Personen das Thema „Zivilcourage“ unter der Leitung eines Mitarbeiters des Beratungszentrums der BBS diskutiert. Das in der BBS eingerichtete Beratungszen­trum mit drei Sozialpädagogen sei einmalig in Niedersachsen, stellt Koordinator Bernd Bruch heraus. Schüler, die Probleme hätten, könnten sich dort jederzeit vertraulich an die Mitarbeiter wenden.

Gute Gewaltprävention

Das Ammerland habe eine hohe Sozialkontrolle, stellten die Polizeiräte Jörn Kreikebaum und Jörg Bensen heraus. Neben Schulen leisteten auch die Vereine in ihrer Jugendarbeit positive Gewaltprävention. Den Schülern stellten sie einen Flyer mit sechs Kernaussagen als praktische Regeln für mehr Sicherheit im Alltag zur Verfügung, in dem zum Helfen, Beobachten und Organisieren von Hilfe unter dem Notruf 110 angeregt wird. Wertvoll sei es auch, andere aktiv und direkt zur Mithilfe aufzufordern und sich um die Opfer zu kümmern.

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