Recklinghausen - Die 71. Ruhrfestspiele haben am Montag in Recklinghausen mit dem traditionellen Kulturvolksfest begonnen. Das älteste Theaterfestival Europas setzt sich in seiner neuen Spielzeit unter dem Motto „Kopfüber Weltunter“ mit politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen künstlerisch auseinander. Die Themen reichen von der Reformation über den digitalen Wandel bis zur Flüchtlingsbewegung und dem Erstarken radikaler Parteien.
Bis zum 18. Juni stehen in 21 Spielstätten insgesamt 108 Schauspiel-, Musiktheater- und Tanzproduktionen auf dem Spielplan. Als Eröffnungsproduktion präsentieren die Ruhrfestspiele in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus und Unlimited Performing Arts E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ in einer Inszenierung von Regisseur Robert Wilson und der britischen Singer-Songwriterin Anna Calvi.
Zu den Festspielen gehören zudem eine Lesereihe und das Fringe-Festival, das vom 23. Mai bis 17. Juni experimentelles Theater präsentiert. Die Ruhrfestspiele Recklinghausen wurden 1947 von Hamburger Theaterleuten gegründet, die sich damit für die von Bergleuten gespendeten Kohlen bedankten.
