RUHWARDEN - Seine Arbeiten zeugten von der Ungeduld des Künstlers, aber auch von seiner Fähigkeit, Beobachtungen, Erkenntnisse und Empfindungen in Bilder umzusetzen, so „Gezeiten“-Arbeitskreissprecher Klaus Trolldenier. Seine Laudatio gilt Hartmut van Riesen, der einen Teil seines Schaffenswerkes anlässlich der Butjadinger Kunst- und Kulturwochen noch bis einschließlich Sonntag, 25. September, in der Galerie am Wehlhamm in Ruhwarden zeigt.
Der 75-jährige Hartmut van Riesen hat einen Teil seiner Jugend in der ehemaligen Molkerei in Ruhwarden verbracht. Am Nordenhamer Gymnasium war er Schüler des Kunsterziehers und Malers Rudolf Matthis. Seit Abschluss seines Kunststudiums (1964) lebt Hartmut van Riesen mit seiner Frau Gisela in München, hat den Kontakt nach Butjadingen und Nordenham aber nie verloren.
Die Ruhwarder Ausstellung präsentiert Porträts, Stillleben, Landschaften, Zeichnungen, Aquarelle, Gemälde und Guachen aus den ersten fünf Jahrzehnten des künstlerischen Schaffens von Hartmut van Riesen. Der ließ sich stets von der Küstenlandschaft inspirieren. Zu sehen sind aber nicht nur der Zyklus „Fedderwardersiel“ sowie Arbeiten wie „Deichvorland im Gewitter“ und „Gefährliches Wetter im Wattenmeer“, sondern auch Ansichten der bayrischen Seenlandschaft und der Stadtlandschaft Münchens.
Hartmut van Riesen hat auch stets mit Materialien und Ausdrucksformen experimentiert. Mit schnellem Pinselstrich gelingt es ihm. Stimmungen umzusetzen.
Die Ausstellung in der Galerie am Wehlhamm ist noch an diesem Mittwoch sowie am Donnerstag, 22. September, und am Sonntag, 25. September, jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
