RUHWARDEN - Als Künstlerduo „atelier havelblick“ realisieren sie seit über zehn Jahren Projekte, die sich vorwiegend mit den Gegebenheiten des ländlichen Raumes auseinandersetzen. Dies können Gabriele Konsor und Roland Eckelt aus Strodehne im Havelland (West-Brandenburg) in den kommenden drei Monaten nun auch in Ruhwarden (Gemeinde Butjadingen/Kreis Wesermarsch) versuchen.

Mit der aus Delmenhorst stammenden 52-jährigen Gabriele Konsor und dem in Wiesbaden geborenen 53 Jahre alten Roland Eckelt – beide absolvierten ihr Studium der Freien Kunst/Malerei von 1982 bis 1987 an der Hochschule der Künste in Bremen – wird das Projekt „Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst“ in Ruhwarden fortgesetzt.

Das Dorf auf der Halbinsel Butjadingen ist einer von fünf niedersächsischen Orten, die für das Projekt 2011 der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft auserwählt wurden. „Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst“ verfolgt das Ziel, Künstler zu veranlassen, Kunst im ländlichen Raum vor Ort im Dialog mit den Einwohnern entstehen zu lassen.

Der dazu in Butjadingen gebildete Arbeitskreis aus Vertretern der Gemeinde und des Dorfes Ruhwarden hatte dafür im Frühjahr eigentlich den Berliner Künstler Fritz Balthaus auserkoren. Der stieg nach Besuchen und Gesprächen in Ruhwarden jedoch im Juli aus, noch ehe er eine umsetzbare Idee entwickelt hatte. Sein Projekt, eine Wurt zu verändern, verstieß unter anderem gegen den Denkmalschutz.

Ein neues Projekt ist jetzt die Aufgabe von Gabriele Konsor und Roland Eckelt, die ihr Atelier ab 10. September für drei Monate in die Begegnungsstätte des Bürgervereins Ruhwarden verlegen und während dieser Zeit auch in Ruhwarden wohnen werden.

Bei einem ersten Treffen des Künstlerduos mit den Vertretern des Arbeitskreises und Ruhwarder Bürgern kristallisierte sich eine erfolgversprechende Harmonie heraus. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Es kann jetzt klappen mit den beiden Künstlern aus dem Havelland und der Kunst im Dorf Ruhwarden.