RUHWARDEN - Seine Arbeiten sind eine Mischung aus Bild, Skulptur und Architektur, werden oft als ironische Eingriffe in die Kunstwelt und deren Ausstellungsbetrieb gedeutet. Fritz Balthaus (58), freischaffender Künstler in Berlin, wird sein Atelier ab März für sechs Monate aufs flache Land in eine ehemalige Elektrowerkstatt im idyllischen Dorf Ruhwarden in der Nordseebädergemeinde Butjadingen (Kreis Wesermarsch) verlegen.
Balthaus und Ruhwarden sind Teilnehmer des erstmals in Niedersachsen stattfindenden Projekts „Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst“ der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft. Neben Ruhwarden wurden aus 31 Bewerbern Drögenbostel (Kreis Rotenburg/Wümme), Edendorf (Uelzen), Martfeld (Diepholz) und Petze (Hildesheim) ausgewählt.
Ziel des Projekts ist, Vertreter großer internationaler Kunst mit kleinen Landgemeinden ins Gespräch zu bringen und damit einen Gegenakzent zum allgemeinen Trend zu setzen, der ausschließlich die Kulturszene der größeren Städte im Auge hat. Die Stiftung unterstützt jedes Kunstprojekt in den fünf Dörfern mit 20 000 Euro.
