RUHWARDEN - „Wir sind gespannt auf die Ruhwarder, auf ihr Leben und ihre Themen“ – mit viel Elan und Freude hat das Künstlerduo Gabriele Konsor und Roland Eckelt die Arbeit im Ort Ruhwarden begonnen. Seit fast einer Woche sind die beiden Künstler nun in Ruhwarden, haben erste Gespräche geführt und sich umgesehen.
Gabriele Konsor und Roland Eckelt betreiben gemeinsam in Strodehne im brandenburgischen Havelland das Atelier „Havelblick“. Sie sind die „neuen“ Künstler bei der Aktion „Kunst fürs Dorf – Dörfer für die Kunst“, nachdem der Berliner Künstler Fritz Balthaus im Juli das Projekt verlassen hatte. Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg freute sich, dass das Projekt nun mit neuen Künstlern dennoch durchstarten könne.
Um welchen künstlerischen Meilenstein sie Ruhwarden bereichern wollen, wissen beide Künstler noch nicht. „Wir haben da so eine Idee. Aber wir wollen gemeinsam mit den Ruhwardern Ideen entwickeln, was wir hier verwirklichen können“, erklärt Roland Eckelt.
Und dafür hat es in der Begegnungsstätte des Bürgervereins auch schon einige Gespräche in den vergangenen Tagen gegeben. Ruhwarder Bürger konnten dem Künstlerduo Filme und Bilder aus ihrem Alltag und Leben im Ort mitbringen und zeigen, was für sie Ruhwarden ausmacht.
Am Sonnabend, 17. September, treffen sich die Künstler dann wieder mit Ruhwardern und Interessierten ab 15 Uhr in der Begegnungsstätte und wollen sich die Filme und Bilder gemeinsam anschauen. Dann soll vielleicht auch erörtert werden, was für ein Projekt Konsor und Eckelt in Ruhwarden umsetzen könnten.
Als Beispiel für ihre bisherige Arbeit im Havelland führt Gabriele Konsor die Zusammenarbeit mit dem Berufsfischer Wolfgang Schröder an. Er sei von den Künstlern gefragt worden, wie Kunst ihm in seinem Fischeralltag weiterhelfen könne. Ein Thema sei für den Fischer gewesen, dass sich Weißfische wegen des hohen Grätenanteils nur schlecht verkaufen ließen. Dazu hat das Künstlerduo dann „einen riesigen PR-Wirbel um den Weißfisch veranstaltet“. Mittlerweile sei der Fischer Schröder eine Berühmtheit und bei Berichten aus der Region immer in den Medien vertreten.
Was nun in Ruhwarden aber umgesetzt werden soll, sei noch völlig offen. Fest stehe nur, dass die Ruhwarder Bevölkerung mit einbezogen werden soll, so Konsor. Ob die Ruhwarder auch selber Hand anlegen können, werde dann das Projekt zeigen.
In Ruhwarden fühlt sich das Künstlerduo „wahnsinnig gut aufgenommen. Ruhwarden ist ein unglaublich nettes Dorf und wir waren gerade erst angekommen, da bekamen wir schon gleich die ersten Einladungen“, freut sich Roland Eckelt über so viel Gastfreundschaft.
Ganz unbekannt ist die Region für Gabriele Konsor nicht. Im Vergleich zur ihrer Havelländischen Heimat sei Butjadingen nicht nur viel flacher. „Es ist auch alles so schön grün und frisch hier“, so die gebürtige Delmenhorsterin.
