RUHWARDEN - Die Aktion „Kunst fürs Dorf – Dörfer für die Kunst“ in Ruhwarden kann doch noch zu einem guten Ende geführt werden. Bekanntlich war im Juli der Berliner Künstler Fritz Balthaus aus dem Projekt ausgestiegen, noch ehe er eine umsetzbare Projektidee entwickelt hatte. Nunmehr hat der vor Ort gebildete Arbeitskreis entschieden, dass ein Neustart mit dem „Atelier Havelblick“ erfolgt.

Hierbei handelt es sich um ein Künstlerduo aus Strodehne im Havelland (West-Brandenburg), das aus Gabriele Konsor (geboren 1959 in Delmenhorst) sowie aus Roland Eckelt (geboren 1958 in Wiesbaden) besteht. Das Paar arbeitet seit mehr als zehn Jahren als „Atelier Havelblick“ zusammen und hat bereits eine Reihe von Projekten initiiert.

Jetzt hatte der von Rolf Blumenberg und Lucie Meyer-Mönnich geleitete Arbeitskreis die beiden Künstler zu einem ersten Kennenlernen nach Ruhwarden eingeladen. Mit dabei war auch Thomas J. Hauck, Kurator der Aktion „Kunst fürs Dorf“, der bei diesem Treffen die Interessen der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft vertrat.

Nach einem gemeinsamen Dorfspaziergang machten die Künstler deutlich, dass es ihnen darum geht, sich ein Thema zu suchen und dies in Kunst zu übersetzen. Wichtig ist ihnen dabei vor allem, über die Kunst Menschen zusammenzubringen und sie miteinander ins Gespräch kommen zu lassen.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden Konsor und Eckelt mit ihrer Katze „Luzie“ ab dem 10. September für drei Monate in Ruhwarden wohnen. Damit sie mit vielen Dorfbewohnern ins Gespräch kommen, sind die beiden von Montag, 12. September, bis Donnerstag, 15. September, jeweils von 15 bis 18 Uhr in der Begegnungsstätte des Bürgervereins in am Walter-Looschen-Weg anzutreffen.

Am 17. September, 15 Uhr, sind alle Interessierten in die Begegnungsstätte eingeladen, um mit den Künstlern zu diskutieren. Dann sollen auch Filme und Bilder gezeigt werden, die dem Duo bis dahin von den Bürgern zur Verfügung gestellt werden.